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Die Aa

Wenn sich die Aa heute wieder durch die Landschaft schlängelt, sieht das nicht nur für Spaziergänger reizvoll aus. Vor allem gibt das 1995 begonnene Renaturierungsprojekt der Aa wichtige ökologische Funktionen zurück, die durch Flussbegradigung und intensive Flächennutzung verloren gingen. Auf diese Weise wird die Wasserqualität aufgewertet, der Abfluss bei Hochwasser gebremst und dem Aatal ein Auencharakter wiedergegeben.

Ein Bereich von etwa acht Hektar wurde neu gestaltet. Zwischen Aasee und Haus Kump und dem Bereich am Zentrum Nord, zwischen Lublinring und der Zufahrt zum landwirtschaftlichen Institutszentrum Nevinghoff fließt die Aa nun als mäandrierendes Flüsschen. Die Betonbefestigung des Flussbetts wurde entfernt und das Trapezprofil durch Flach- und Steilufer ersetzt. Die so erreichte langsamere Fließgeschwindigkeit kommt auch dem Aasee zugute: Bisher riss die Strömung des Flüsschens zu viele Nährstoffe mit in den See, die ein Umkippen des Sees begünstigen.

Flach- und Tiefwasserzonen wechseln sich nun ab. Zwei Feuchtwiesen, eine Insel und ein Tümpel bieten Tieren und Pflanzen vielfältigen Lebensraum. Im nördlichen Teil ist ein großflächiges Biotop als Brutstätte für Wasservögel, Kleinlebewesen und Insekten sowie als Laichzone für Fische angelegt. Insgesamt wurde eine Fläche von 12.000 Quadratmetern neu bepflanzt. Die Gesamtkosten des Projektes: 1,3 Millionen Euro. Das Land NRW gewährte einen Zuschuss von 0,9 Millionen Euro.


Der naturnahe Ausbau der Aa wurde im Jahr 2004 weiter fortgeführt. Zwischen Lublinring und Rjasanstraße entfernte man die alten Betonprofile, anschließend wurden Sohle und Böschungen naturnah gestaltet. Dieser Abschnitt von ca. 145 m Länge schließt übergangslos an den 1999 umgestalteten Bereich nördlich des Lublinrings an. Dadurch konnte der naturnahe Fließgewässerbereich auf rund 1,8 km verlängert und der Naturhaushalt der Aa weiter gestärkt werden.

Die Kosten für die Maßnahme zwischen Lublinring und Rjasanstraße betrugen rund 170.000 Euro und wurden mit 80 % durch Zuwendungen vom Land NRW gefördert.


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