Wen darf eine Stadt für sein Lebenswerk durch einen Straßennamen dauerhaft ehren? Auch in Münster müssen Stadtgesellschaft und Politik sich dieser Frage stellen. Es ist zu hinterfragen, ob die Ehrung von Personen aufrecht erhalten werden kann, wenn sich herausstellt, dass der Geehrte das NS-Regime unterstützt und stabilisiert hat. Fraglich kann dies auch erscheinen, wenn neue Geschichtsforschungen zu Erkenntnissen führen, die eine Benennung als nicht mehr angemessen erscheinen lassen.
Im Auftrag des Ältestenrates der Stadt Münster hat sich eine Kommission aufgrund politischer Anträge mit einigen Namensgebern von Straßen befasst. Sie hat dazu Empfehlungen vorgelegt. Der Ältestenrat hat eine Dialog- und Informationsphase bis zur Entscheidung durch die politischen Gremien angeregt. Sie soll
Bis zum 16. März ist in der Bürgerhalle des Rathauses die Ausstellung "Ehre, wem Ehre gebührt?! - Straßennamen in Münster" zu sehen. Den Besuchern begegnen hier die Namensgeber Karl Wilhelm Jötten, Hans Pfitzner, Ludwig Humborg, Franz Ludwig, Hermann Stehr, Friedrich Castelle, Karl Wagenfeld, Heinrich Lersch, Agnes Miegel, Alfred Stühmer und Paul von Hindenburg als lebensgroße Silhouetten. Informationen zur Ausstellung...