Vertreter von 16 Schulen und 10 Fahrradhändlern, Stephan Böhme (rechts im Bild)
vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Foto: Presse und Informationsamt
Wer selbst noch nicht am Steuer eines Autos gesessen hat, kann sich oft nicht vorstellen, warum Autofahrer in der Dunkelheit Schwierigkeiten haben, unbeleuchtete Radfahrer rechtzeitig zu erkennen. Da ist eine Menge Aufklärungsarbeit nötig. Aus diesem Grund stellte das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung in diesem Jahr wieder die Lichtcheck-Aktion für weiterführende Schulen auf die Beine. Am Dienstag, 24. November, machten 16 Schulen und zehn münstersche Fahrradhändler beim großen Beleuchtungstest mit.
Die Händler kamen direkt in die Schulen und prüften kostenlos die Beleuchtungsanlagen an den Rädern. An vielen Schulen ist die Fahrradbeleuchtung in den trüben Herbst- und Wintermonaten bereits Thema im Unterricht gewesen – gestützt auf umfangreiches Informationsmaterial, mit dem die städtischen Radverkehrsexperten die Lehrerinnen und Lehrer unterstützten.
Die Paul-Gerhardt-Realschule konnte ihren Schülerinnen und Schülern am Aktionstag ein ganz besonderes Programm bieten, genau wie das Gymnasium Paulinum am Folgetag, dem 25. November: An diesen Schulen wurde an den zwei aufeinander folgenden Tagen die Ausstellung "Sehen und gesehen werden" der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise NRW e.V. gezeigt. In der Ausstellung stand jeweils die Blackbox. Mit ihrer Unterstützung konnten die Schüler anschaulich und eindringlich erfahren, warum das funktionierende Fahrradlicht so unverzichtbar ist: Fahrradlampen erhellen nicht nur das Umfeld, sie sind gleichzeitig auch Positionslampen und machen den Radfahrer sichtbar. Die münstersche Firma Trelock hatte – passend zur Lichtaktion – Sachpreise für die beiden Schulen mit der Blackbox gestiftet.
"In den vergangenen Jahren hat sich unsere Lichtcheck-Aktion zu einer festen Größe in den Schulkalendern entwickelt", resümiert Radverkehrsexperte Benno Willmeroth vom Planungsamt, der den Aktionstag koordiniert hat. "Die Schulen ziehen sehr gut mit und entwickeln viele eigene Ideen. Dennoch geht uns die Arbeit nicht aus, denn das Thema Fahrradbeleuchtung ist lebenswichtig."
Die Polizei begleitete den Aktionstag. Im Umfeld aller teilnehmenden Schulen überprüften mobile Einsatzkräfte die Fahrradlichter der Mädchen und Jungen. Im Rahmen der Ordnungspartnerschaft Verkehrsunfallprävention hatte auch die Polizei in diesem Herbst ihren Schwerpunkt auf das Thema Fahrradbeleuchtung gelegt.
In der aufwändig gestalteten Ausstellung "Sehen und Gesehen werden" können die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung der Fahrradbeleuchtung eindrucksvoll und aktiv erleben. Die Ausstellung bietet insgesamt vier Themenbereiche an:
Die folgenden Bilder sind an verschiedenen Aktionstagen in mehreren Schulen aktuell und in den vergangenen Jahren entstanden.
Das Innere der Blackbox
Reparaturkurs
Gesehen werden
Die Blackbox in der Ausstellung
Gut zu sehen: Reflektoren
Fahrradcheck