Stadt Münster: Homepage des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung

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Informationen für Neubürger

Fahrradparken

Wer als Besucher oder Neubürger zum ersten Mal nach Münster kommt, könnte leicht den Eindruck gewinnen, in einer holländischen Nachbarstadt zu sein - die Präsenz von Radfahrern und Rädern ist offensichtlich. Gut 37 Prozent der Wege aller Einwohner der Stadt Münster werden mit dem Fahrrad zurückgelegt. In der Altstadt, am Hauptbahnhof oder in den Wohngebieten stehen die Räder nicht vereinzelt sondern stapelweise – manchmal wird es der fahrradfreundlichen Stadt zuviel und es kommt in Münster tatsächlich vor, dass Räder abgeschleppt werden.

Die Beliebtheit des Fahrrades als schnelles, gesundes und preiswertes Verkehrsmittel wird unterstützt durch die günstige Topographie, die gute Erreichbarkeit der Ziele in der Innenstadt und der Universität und durch eine innovative Stadt- und Verkehrsplanung. Auch bei den jüngsten Fahrradklimatests des ADFC 2003 und 2005 ist die Stadt Münster wieder fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands geworden. Der ADAC hat die Stadt Münster als einzige von 22 Großstädten beim Expertentest "Radfahren in Städten" in 2004 mit der Note "sehr gut" bewertet.
In Münster finden Besucher und Neubürger zahlreiche Maßnahmen und Hilfen für sicheres und komfortables Radfahren. Sie können an verkehrsreichen Hauptstraßen gut ausgebaute Radwege nutzen und in sämtlichen Wohnstraßen sicher in Tempo-30-Zonen fahren. Aber auch weniger bekannte Maßnahmen für den Radverkehr wie Fahrradstraßen, Bus- und Radspuren, Fahrradschleusen, Bike-and-ride Angebote und Kurzparkzonen gehören zum Angebot. Auf dieser Seite sind einige Beispiele und Besonderheiten für den Radverkehr zu finden. Sie können aber auch virtuell hier im Netz eine große Rundtour durch die Innenstadt Münsters mit vielen weiteren Beispielen machen: Radverkehr / virtuelle Radtour.


An fast allen Hauptverkehrsstraßen gibt es eigene Radwege. Sie sind meist rot gepflastert und von der Fahrbahn durch eine graue Pflasterung abgesetzt. Der graue Streifen darf natürlich nicht von Fahrzeugen zugeparkt werden. Radwege sind nur in einer Fahrtrichtung zu benutzen. In Ausnahmefällen ist mit entsprechender Beschilderung auch die Gegenrichtung frei gegeben.


Neben den baulich gestalteten Radwegen gibt es die Radwege auch als Radfahrstreifen. Sie sind durch eine durchgezogene weiße Linie von der Fahrbahn abgetrennt. Hier haben Radfahrer die gleichen Rechte wie auf den Radwegen. Die Radfahrstreifen dürfen durch Kraftfahrzeuge weder befahren noch zugeparkt werden.


Die Schutzstreifen für Radfahrer sind durch eine unterbrochene weiße Linie auf der Fahrbahn markiert. Auch hier ist das Parken von Kraftfahrzeugen verboten. Im Unterschied zu den Radwegen können die Schutzstreifen jedoch in Ausnahmefällen vom fahrenden Kraftfahrzeug teilweise mitgenutzt werden - zum Beispiel von Lkw die aneinander vorbei fahren müssen. Der Radverkehr darf natürlich nicht behindert werden. Diese Lösung wird dann gewählt, wenn die Breite der Fahrbahn für einen Radweg oder Radfahrstreifen nicht ausreicht.


Besonderen Vorrang genießen Sie als Radfahrer auf Fahrradstraßen. Dies sind als Radwege ausgewiesene Straßen, auf denen in der Regel aber auch der Kraftfahrzeugverkehr zugelassen ist. Hier dürfen Radfahrer die Fahrbahn in ganzer Breite benutzen. Der Kraftfahrzeugverkehr muss seine Geschwindigkeit an die des Radverkehrs anpassen.


Bei diesem Beispiel handelt es sich um Sonderfahrstreifen für den Bus. Das Zusatzschild mit dem Fahrradpiktogramm und der Textunterschrift "frei" erlaubt es, dass Radfahrer diese Spur mit benutzen können.


Besondere Verkehrsregeln
Zur Verkehrsberuhigung von innerstädtischen Wohnstraßen werden Einbahnstraßen, Abbiegegebote oder Sackgassen eingerichtet. Durch den einfachen Zusatz "Radfahrer frei" werden die Radfahrer von der jeweiligen Regelung ausgenommen. Dadurch entstehen für Radfahrer kurze Wege durch die Stadtquartiere, von denen Autofahrer nur träumen können.
Auch Radfahren in Fußgängerzonen ist erlaubt, wenn entsprechende Zusatzschilder angebracht sind. Oft ist die Freigabe jedoch zeitlich begrenzt, damit Fußgänger in den Hauptgeschäftszeiten nicht gestört werden.


Tempo-30-Zone

Tempo-30-Zonen
In diesen verkehrsberuhigten Zonen fährt der Radfahrer sicherer, weil die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt ist. Sämtliche zusammenhängende Wohngebiete - sofern sie nicht an Hauptverkehrsstraßen liegen - haben in Münster diese Regelung. Eigene Radwege sind hier nicht mehr erforderlich.


Fahrradwegweisung

Im Alltag und im Freizeitverkehr erleichtert die Beschilderung der Fahrradrouten die Zielfindung im Stadtgebiet und darüber hinaus. Die Wegweisung ist konzeptionell eingebettet in die landesweite Wegweisung von Nordrhein-Westfalen. Die Schilder zeigen den Weg zu wichtigen lokalen Zielen und Orten auch jenseits der Stadtgrenzen. Die bewährten Themenrouten wie Schlösserroute, Friedensroute, die Waben des Radelparks Münsterland sowie der Fernradweg R 1 von Arnheim bis St. Petersburg sind ebenso beschildert. Alle Routen der Wegweisung sind im Fahrradstadtplan der Stadt Münster enthalten: Radverkehr / Fahrradwegweisung/-stadtplan.


Fahrradschleusen bringen die Radfahrer an signalisierten Kreuzungen nach vorne in den Sichtbereich der Autofahrer. Bei roter Ampel dürfen Radfahrer bis zur vorderen Haltlinie vorfahren, die Autofahrer müssen an der hinteren Haltlinie warten. Bei "grün" haben die Radfahrer einen kleinen Zeitvorteil und vor allem bewegen sie sich deutlich sichtbar vor dem Kraftfahrzeugverkehr.


Die eigenen Ampeln für Radfahrer sorgen für eine sichere Querung von Kreuzungen und Einmündungen und vermeiden längere Wartezeiten. Meist wird für den Radfahrer "grün" eher geschaltet als für den Autofahrer.


Vor allem in der Innenstadt gibt es zahlreiche Fahrradabstellmöglichkeiten. Sehr komfortabel und sicher ist das Fahrradparken am Bahnhof in der Radstation mit über 3300 Stellplätzen. Auch auf der Bahnhofrückseite sind inzwischen 790 neue Stellplätze für Fahrräder aufgestellt worden. Zusätzlich gibt es im Bahnhofsumfeld und in der Windthorststraße weitere Abstellmöglichkeiten.


Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Fahrrad nicht anderen Verkehrsteilnehmern im Wege steht oder die Zugänge zu Geschäften und öffentlichen Einrichtungen behindert. Sonst sind an manchen kritischen Stellen Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen gezwungen, vom Gehweg auf die gefährliche Fahrbahn auszuweichen.



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