Den übergeordneten Rahmen für die Nahverkehrsplanung in der Stadt Münster bildet der am 21. September 2005 beschlossene 2. Nahverkehrsplan Stadt Münster. Er bietet die rechtliche Grundlage und den fachlichen Rahmen für die zukünftige Entwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der Stadt Münster. Ziel des Planes ist es, das erreichte Niveau der Bedienungsqualität und Beförderungsqualität zu sichern und auch in Zukunft einen attraktiven, finanzierbaren und kundengerechten ÖPNV zu gewährleisten.
Der etwa 200 Seiten starke 2. Nahverkehrsplan (pdf 5,34 MB) definiert für den Stadtbus- und auch für den münsterbezogenen Regionalbusverkehr sowohl Bedienungsqualitäten:
als auch Beförderungsqualitäten:
Darüber hinaus benennt der 2. Nahverkehrsplan auch konkrete Maßnahmen, die die gesetzlichen Vorgaben erfüllen und geeignet sind, den ÖPNV in Münster unter den gegebenen städtebaulichen und finanziellen Rahmenbedingungen weiter zu entwickeln.
Inhaltsverzeichnis 2. Nahverkehrsplan Stadt Münster:
1. Anlass und Zielsetzung, Seite 13 (pdf 20 KB)
2. Rahmenvorgaben, Seite 14 (pdf 31 KB)
3. Grundlagen der Nahverkehrsplanung, Seite 19 (pdf 104 KB)
4. Stadtbusverkehr: Angebot und Nachfrage, Seite 28 (pdf 411 KB)
5. Regionalbusverkehr: Angebot und Nachfrage, Seite 42 (pdf 334 KB)
6. Tarifsystem, Erlöse und Aufwand, Seite 52 (pdf 427 KB)
7. Qualitätsstandards, Seite 61 (pdf 222 KB)
8. Handlungskonzepte, Seite 80 (pdf 7300 KB !!)
9. Schienenpersonennahverkehr, Seite 175 (pdf 58 KB)
10. Umsetzung und Ausblick, Seite 181 (pdf 339 KB)
31,5 Millionen Fahrgäste waren im Jahr 2005 mit Münsters Stadtbussen unterwegs, 2007 kletterte die Zahl auf 32,8 Millionen. "Die deutlich gestiegenen Fahrgastzahlen und das große Interesse an den verschiedenen Abo-Angeboten, mit denen sich die Kunden langfristig binden, zeigen, dass wir mit der Umsetzung des 2. Nahverkehrsplanes der Stadt Münster auf dem richtigen Weg sind", erläutert Dr. Friedrich-Wilhelm Oellers, Leiter der städtischen Verkehrsplanung. 2005 hatte der Rat die von der Verkehrsplanung und dem Nahverkehrsmanagement der Stadtwerke gemeinsam erarbeitete Fortschreibung des Nahverkehrsplanes verabschiedet. Jetzt wird in den parlamentarischen Gremien ausführlich über die Erfahrungen mit den zum Fahrplanwechsel im Januar 2006 und 2007 umgesetzten Neuerungen berichtet.
Als besonderen Erfolg verbuchen Stadt und Stadtwerke das neu gestaltete Angebot für Gievenbeck: Die neue Stadtbuslinie 22, die von Wolbeck durch die Altstadt nach Gievenbeck fährt, ist bei den Fahrgästen sehr beliebt. Allein im Bereich Auenviertel / Toppheide ist die Zahl der Fahrgäste um 1500 pro Tag gestiegen. Auch für den Stadtteil Kinderhaus ziehen die Planer nach zwei Jahren eine positive Bilanz. Dort hatten sie nach eingehender Analyse der Situation ein Überangebot an Fahrten ausgemacht. Die Folge: Eine von fünf Stadtbuslinien wurde Anfang 2006 eingestellt, die verbleibenden vier Linien wurden neu geordnet. Dies führte anfangs zu teilweise heftigen Protesten der Anwohnerinnen und Anwohner. "Inzwischen hat sich das neue Konzept aber bewährt, die Fahrgäste nehmen die Angebote an", berichtet Verkehrsplaner Dietmar König und verweist auf den leichten Zuwachs bei den Abo-Zahlen in Kinderhaus.
Um das Stadtbussystem so attraktiv wie möglich zu machen, haben Stadt und Stadtwerke in den vergangenen zwei Jahren auch zahlreiche Kundenwünsche aufgegriffen. So richteten sie beispielsweise am Yorkring eine neue Haltestelle ein und setzten Anregungen für den Nachtbusverkehr über Warendorfer und Weseler Straße um. Flankiert wurden die planerischen Maßnahmen von der kundenfreundlichen Weiterentwicklung des Tarifsystems mit dem 9-Uhr-Tages-Ticket und dem 9-Uhr-Gruppenticket. Weiter angeboten werden konnte das Semester-Ticket. Von Ende 2003 bis Ende 2007 ist der Abo-Bestand insgesamt um beachtliche 31 Prozent von 11 100 auf 14 500 gewachsen.
Mit der aktuellen Vorlage empfiehlt die Verwaltung dem Aufsichtsrat der Stadtwerke und den parlamentarischen Gremien, das Fahrplankonzept weiter zu verfolgen, um die Stadtbusse als umweltverträgliche Verkehrsmittel zu stärken.
Monika Schepers, Telefon 02 51/4 92-61 55, Schepers@stadt-muenster.de