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Bebauung Schulstraße, Kreuzviertel: "Junges Quartier für das Wohnen im Alter" 1. Spatenstich am 26.03.2009

Worum geht es bei dem Projekt?

Im Rahmen des Landeswettbewerbs 2006, den das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfallen gemeinsam mit den Städten Düsseldorf und Münster, Investoren der Wohnungswirtschaft sowie der Architektenkammer ausgelobt hatte, wurde ein vom Land entwickeltes innovatives Wohnkonzept in bauliche Lösungen umgesetzt.

Mit dem Schwerpunkt Wohnen im Alter soll so in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt ein gemischt genutztes Quartier entstehen, das unterschiedliche Wohnformen und Wohnungsgrößen für Alt und Jung, Singles und Familien, Gesunde und Pflegebedürftige miteinander verbindet. In Münster wird das Wohnungsspektrum ergänzt durch ein Servicebüro für ambulante Pflegedienste, ein Künstlerhaus für die Ateliergemeinschaft Schulstraße und Räume für die bürgerschaftlich organisierte Kreuzviertel-Initiative.

Das gewählte weitgehend unbebaute Grundstück grenzt als Teil des „Kreuzviertels“ unmittelbar nordwestlich an die Altstadt. Anfang des vorigen Jahrhunderts auf der Grundlage gründerzeitlicher Bebauungsplanung angelegt und durch zahlreiche Baudenkmäler geprägt, stellt das Kreuzviertel heute eines der beliebtesten Wohnviertel in Münster dar. Typisch ist hier die lebendige Mischung von Jung und Alt, vielgestaltiger Bürgerschaft, Studenten, Freiberuflern, traditionellem Kleingewerbe und vielfältigen Wohnformen.

Das geplante Wohnquartier greift diese Qualitäten auf und bietet eine baulich wie infrastrukturell komfortable und zukunftsorientierte Ergänzung. Es ist damit für alle Altersgruppen und Wohnungssuchenden interessant; die weitgehende Barrierefreiheit und die Serviceangebote ermöglichen es aber besonders heutigen Bewohnern des Viertels, in ihrer angestammten Umgebung auch im Alter wohnen zu bleiben.

Nähere Informationen über den Standort und die Ziele der Planung können Sie der Dokumentation des Wettbewerbs entnehmen, die Sie hier als pdf-Datei finden:


Wie ist der Stand der Planung?

Nach intensiven öffentlichen Diskussionen und  eingehenden politischen Beratungen von Mai bis Dezember 2007 hat der Ausschuss für Stadtplanung das Projekt Schulstraße zur weiteren Hochbauplanung freigegeben. Planerische Grundlage der Bebauung ist damit der städtebauliche Entwurf vom Dezember 2007, der aus dem Landeswettbewerb 2006 hervorgegangen ist und entsprechend den Empfehlungen des Ausschusses modifiziert wurde.

Das städtische Wohnungsunternehmen Wohn+Stadtbau realisiert das Projekt. In seinem Auftrag haben drei Preisträger des Landeswettbewerbs die städtebauliche Konfiguration in die konkrete Gebäudeplanung umgesetzt. Die Anlage wurde von den drei Büros Berg aus Münster, Böwer, Eith, Murken aus Freiburg und Müller-Giebeler, Fritzen aus Ahlen in vielfältiger Architektur geplant und gestaltet.
 
Die Wohnhäuser werden im Wesentlichen jeweils drei Geschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss haben. Es sind etwa 110 Wohnungen in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenen Ausstattungen vorgesehen, dazu gehören behindertengerechte Wohnungen mit ambulanter Betreuung, Kleinwohnungen, 2-3-Zimmer-Wohnungen und auch einige größere für Familien. Nahezu alle Häuser, mit Ausnahme einiger vorgesehener Maisonettewohnungen, werden barrierefrei gebaut. 15-20 % der Wohnungen werden im geförderten Wohnungsbau, 15-20 % im freifinanzierten Mietwohnungsbau und die restlichen als Eigentumswohnungen angeboten.

Parkplätze für die Bewohner werden in vier Tiefgaragen untergebracht, die über Aufzüge direkt von den Wohnungen erreichbar sind. Außerdem gibt es in den Tiefgaragen ein Stellplatzangebot für die Nachbarn, um die umliegenden Straßen vom sogenannten Parksuchverkehr zu entlasten. Besucher können ihr Auto an der neuen Quartierstraße abstellen und von dort auf kurzen Wegen zu den Hauseingängen gelangen.

Nach dem ersten Spatenstich Ende März 2009 wird zunächst das Atelierhaus zwischen der Schulstraße und der Grevener Straße gebaut, danach folgen der Umbau des Baudenkmals der ehemaligen Eichendorff-Schule und die Wohnhäuser an der Uppenbergstraße. Mit den Häusern an der Altumstraße und an der Schulstraße wird die Wohnanlage schließlich komplett. Die ersten Wohnungen können voraussichtlich ab Sommer 2010 bezogen werden, im Frühjahr 2012 soll dann das gesamte Wohnquartier mit den Gärten und Vorgärten, der verlängerten Schulstraße und dem Spielplatz fertig sein. 
 


Ansprechpartner für Wohnungsinteressenten

Bei Interesse an einer Wohnung oder einem Tiefgaragenstellplatz haben Sie bei der Wohn+Stadtbau folgenden Ansprechpartner:

Für Informationen zur städtebaulichen Planung steht Ihnen Marlies Voss-Schiffmann vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Tel. 02 51 /4 92-61 22, voss-schiffmann@stadt-muenster.de zur Verfügung.


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