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Denkmalpflege

Die Haskenau – ein gefährdetes Bodendenkmal, das instand gesetzt wird

Ein gutes Beispiel für Gefährdungen, denen oberirdisch sichtbare Bodendenkmäler ausgesetzt sind, ist die mittelalterliche Turmhügelburg Haskenau bei Handorf. Hier verursachen Mountainbiker und Kradfahrer seit Jahren schwere Schäden an den Wällen, die das Bodendenkmal langfristig in seiner Existenz bedrohen. Auch Fußgänger, die auf den sandigen Wallkronen spazieren gehen, tragen seit langem zu einer kontinuierlichen Verschlechterung des Zustandes bei.

Die Stadt Münster hat sich zusammen mit den Stadtwerken und der LWL - Archäologie für Westfalen vorgenommen, für einen besseren Schutz der Anlage zu sorgen. Erste Schritte dazu waren die Schließung einer Erosionsrinne am Turmhügel, die Neugestaltung der Wegeführung und die Aufstellung von Informationstafeln, die die Geschichte des Bodendenkmals erklären.

Die Arbeiten an der Turmhügelburg, die trotz der sichtbaren Schäden noch zu den gut erhaltenen Bodendenkmälern in der Region gehört, wurden im Rahmen der Regionale 2004 und in Zusammenhang mit der Einrichtung des EmsAuenWeges durchgeführt.



Die Bilder sind von Süden und Südosten aufgenommen. Sie zeigen den inneren Wall des Annexes in der Außenansicht, der auf einer Breite von gut 20 Metern tiefe Erosionsrinnen aufweist. Die Wallkrone ist an mehreren Stellen durchbrochen.



Die Bilder zeigen die neu geschaffene Wegebegrenzung aus Buchenholz, die dem Fußweg eine klare Führung gibt. An prominenten Stellen - wie zum Beispiel am Turmhügel - steht eine Informationstafel.


Die Erosionsrinne am Turmhügel

Die folgenden Bilder zeigen, wie die große Erosionsrinne an der Südflanke des Turmhügels saniert wird. Die gut zwei Meter breite und 1,50 Meter tiefe Rinne wurde mit Kalkmergelboden verfüllt, der durch seitlich vertikal gesicherte, quer liegenden Bohlen gehalten wird. Abschließend wurde Mutterboden aufgetragen und heimisches Gehölz angepflanzt.
Die durch einen Baum gegen die weitere Befahrung gesicherte geschlossene Rinne ist auch gut zwei Jahre nach ihrer Sanierung in einem sehr guten Zustand. Da die Rinne nach wie vor von Fußgängern benutzt wird, sind die gut 50 eingesetzten Einzelpflanzen überwiegend nicht angegangen. Langfristig hat das Konzept der Bepflanzung nach Ansicht der Fachleute aber Aussicht auf Erfolg.




Die neuen Informationstafeln

Die mittelalterliche Turmhügelburg Haskenau ist eines der bedeutendsten Bodendenkmäler im Münsterland. Sie wird nicht nur in der unmittelbaren Umgebung von der Öffentlichkeit wahrgenommen und als Teil der eigenen Geschichte begriffen. Viele Besucher haben es als Manko empfunden, dass darüber vor Ort nicht ausreichend informiert wird. Die neu aufgestellten Tafeln beheben diesen Mangel.
Die Tafeln wurden gemeinsam erarbeitet und realisiert vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe / Westfälisches Museum für Archäologie, der Regionale 2004, der Stadt Münster und Jentgens & Partner Archäologie.

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