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Turmhügelburg Haskenau - Infotafel 3

Mit Weitblick und sturmsicher

Nach Keramikfunden zu urteilen wurde der Turmhügel im 12. Jahrhundert errichtet. Auf ihm stand ein solider Steinbau oder ein wehrhaftes Fachwerkgebäude, in dem Ritter Hermann I. und seine Nachfahren zumindest zeitweilig wohnten. Die Burg, deren Name "sconowe" (Schöne Aue) in den Quellen des 13. und 14. Jahrhunderts überliefert ist, wird immer nur "mansio" (Wohnsitz) und nicht "castrum" (Burg) genannt. Dies mag an der Tatsache liegen, dass das Domkapitel als Lehnsherr kein Interesse daran hatte, den wehrhaften und repräsentativen Charakter dieser Anlage hervorzuheben.

Ganz ohne Bäume ist der Turmhügel auf dem Foto um 1940 gut zu sehen. Vom früher dort stehenden Wehrturm hat sich nichts mehr erhalten.


Der von Johann Heinrich Schmedding gezeichnete Plan der Haskenau von 1918

Der Turmhügel erhebt sich ganz im Nordwesten an der Einmündung der Werse in die Ems auf einer Hochterrasse. Er ist von einem 20 Meter breiten und 4-5 Meter tiefem Halsgraben umgeben. Mit dem Aushub wurde der Turmhügel aufgeschüttet, der einen Durchmesser von 38 Meter hat. Er erhebt sich 5-6 Meter über die Hochterrasse und 11 Meter über die Flussniederung. Der Zugang zum Turmhügel könnte über die Erdrampe erfolgt sein, die heute noch im Gelände sichtbar ist. Den Graben wird wahrscheinlich ein Holzsteg überbrückt haben.

Der von Johann Heinrich Schmedding gezeichnete Plan der Haskenau von 1918 zeigt den Grundriss der mittelalterlichen Burganlage in ihrem letzten Ausbauzustand. Der Abschnittswall des Vorwerkes im Süden ist als letztes entstanden.

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