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Denkmalpflege

Denkmäler gehören zum wertvollsten kulturellen Erbe einer Stadtgesellschaft. Die Münsteraner identifizieren sich mit ihrer Stadt über Prinzipalmarkt, Dom, Erbdrostenhof, Promenade und viele andere einzigartige Gebäude, Straßen oder Stadtviertel.
Auch in den Stadtteilen wird der Bürgerstolz durch Denkmäler geweckt. Die Nienberger haben Haus Rüschhaus, Wolbeck den Drostenhof, Roxel hat St. Pantaleon  und Handorf die Haskenau und Dyckburg. Kein Stadtteil lebt ohne sein Markenzeichen. Die ausdruckvollsten Denkmäler sind viele hundert Jahre alt, haben Kriege oder anderen rüden Umgang über sich ergehen lassen, wurden vernachlässigt oder trotz bestem Willen falsch behandelt.

Der Umgang mit Denkmälern verlangt häufig ein sensibles, auf den speziellen Charakter ausgerichtetes Handeln. Denkmalpflege ist deshalb ein Arbeitsfeld für hochqualifizierte Fachleute. Bevor die Handwerker mit der Arbeit beginnen, muss jedoch die Bauherrschaft den Auftrag erteilt haben. Die steht dann vor der Qual der Wahl. Ihre fachliche Beratung ist eine der Hauptaufgaben der Denkmalpflege.
Zudem entstehen natürlich Kosten, die oft genug ein Einzelner nicht tragen kann. Zur finanziellen Hilfe dient die Förderung der Denkmalpflege durch direkte oder indirekte Zuschüsse.


Bodendenkmalpflege

Historische Aufnahme der Haskenau (LWL – Archäologie für Westfalen)

Der Turmhügel der Haskenau von Nordwesten
aus gesehen (Zustand um 1940).

Bodendenkmäler sind, auch wenn sie im Boden verborgen sind und viele Menschen sie nicht kennen, ein kostbares Gut. Oft können nur sie Auskunft über die Geschehnisse und geschichtlichen Zusammenhänge geben, die eine Gegend, einen Ort oder ein Zeit geprägt haben. Deshalb sind sie zu erhalten.

Bodendenkmäler müssen nicht nur vor Gefahren geschützt, sondern auch in ihrem Erscheinungsbild gepflegt werden. Ein gutes Beispiel dafür, wie oberirdisch sichtbare Bodendenkmäler, die gefährdet sind, gesichert und gepflegt werden können, bildet die mittelalterliche Turmhügelburg Haskenau bei Handorf.

Wenn ein Bodendenkmal an seinem Ort nicht erhalten werden kann, weil ein anderes öffentliches Interesse schwerer wiegt, muss das Bodendenkmal erforscht und ausgegraben werden. Nur so kann der Erkenntniswert, den das Bodendenkmal in seiner Originalsubstanz birgt, für die Nachwelt gesichert werden. Die Dokumentation des erforschten Bodendenkmals ersetzt dann das Original, das nicht mehr vorhanden ist. Bei Baumaßnahmen in historischen Ortslagen und Stadtkernen ist dieses Vorgehen zur Regel geworden.


Die Haskenau – ein gefährdetes Bodendenkmal, das instand gesetzt wird

Die seit Jahren gefährdete Anlage soll besser geschützt werden. In ersten Schritten wurde eine Erosionsrinne am Turmhügel geschlossen und die Wegeführung neu gestaltet. Neue Informationstafeln erläutern die Geschichte des Bodendenkmals. mehr...


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