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Denkmalschutz und -pflege: Beratung und Förderung

Beratung

Haus Wiek Restaurierung des Kellergewölbes

Es gibt unendlich viele neue Materialien und handwerkliche Verarbeitungsverfahren. Viele bringen deutlich bessere Eigenschaften mit, sparen Material oder verkürzen die Arbeitszeiten – an Neubauten, jedoch nicht unbedingt an alten Bau- oder Kunstwerken. Deshalb ist die Beratung und frühzeitige Abstimmung mit Fachleuten der Denkmalbehörden eine wichtige Vorraussetzung bei Sanierungsvorhaben. Sie spart Zeit, Aufwand, Geld und Ärger.
An einem falsch behandelten Denkmal entstehen sehr schnell neue und meist schlimmere Schäden. Die müssen dann mit größerem Aufwand und höheren Kosten beseitigt werden.

Die Denkmalpfleger der Städtischen Denkmalbehörde können in vielen Fällen durch wertvolle Hinweise auf handwerkliche Verfahren, Erläuterung von Wirkungsweisen der Baumaterialien oder die Kenntnis selten gewordener Handwerksberufe Bauherrschaft, Architekten und Handwerker unterstützen.

Zu speziellen Themen zieht die Städtische Denkmalbehörde Fachleute der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur bzw. der LWL-Archäologie für Westfalen hinzu.

Das Ziel jeder Beratung ist die unbürokratische und schnelle Hilfe der Denkmaleigentümer.

Kontakt:

Denkmalschutz und Denkmalpflege allgemein:
Marlies Voss, Tel. 02 51/4 92-61 43, Voss-Marlies@stadt-muenster.de

Denkmalschutz und Denkmalpflege Innenstadt:
Mechthild Mennebröcker, Tel. 02 51/4 92-61 45, Mennebroecker@stadt-muenster.de

Denkmalschutz und Denkmalpflege Außenstadt:
Marcus Brokmann, Tel. 02 51/4 92-61 44, Brokmann@stadt-muenster.de

Bodendenkmalpflege und Archäologie:
Dr. Aurelia Dickers, Tel. 02 51/4 92-61 48, Dickers@stadt-muenster.de


Förderung

Denkmäler zu pflegen kostet Geld. Oft sind es die gleichen Kosten, die auf den Eigentümer auch bei anderen Gebäuden als Bauunterhaltung zukommen. Aber an einem Denkmal können auch besondere Kosten entstehen. Es können bestimmte Techniken und Materialien notwendig sein, damit das Denkmal als historisches Bauwerk erkennbar bleibt, oder es kann zu unerwarteten Mehrkosten kommen, weil Schäden erst während der Bauarbeiten sichtbar werden.

Lange Jahre konnte die Städtische Denkmalbehörde Denkmaleigentümern aus dem städtischen Haushalt und aus Landesmitteln Baukostenzuschüsse vermitteln. Bedauerlicherweise stehen solche direkten öffentlichen Fördermittel nicht mehr zur Verfügung. Die Stadt Münster kann aus Gründen der Haushaltskonsoldierung keine Baukostenzuschüsse mehr zahlen, und das Land hat seine Förderung seit Oktober 2013 auf Darlehen umgestellt.

Kontakt:

Birgit Schweizer, Tel. 02 51/4 92-61 29, schweizer@stadt-muenster.de

Barbara Pohlmann, Tel. 02 51/4 92-61 47, PohlmannB@stadt-muenster.de


Darlehensförderung

Die neue Darlehensförderung bietet Ihnen sehr gute Konditionen. Das Programm unterscheidet zwischen selbst genutztem Wohneigentum und anderen Immobilien. Gefördert werden nicht nur Baudenkmäler, sondern auch solche Gebäude, die von der Städtischen Denkmalbehörde als „besonders erhaltenswerte Bausubstanz“ bescheinigt werden.

Die Landesregierung hat die neue Denkmalförderung in die Hände der NRW.BANK gelegt. Nähere Informationen und Antragsvordrucke der NRW.Bank finden Sie in den folgenden Links.

Selbst bewohnte Denkmäler und erhaltenswerte Gebäude:


Sonstige Denkmäler und erhaltenswerte Gebäude:


Steuerliche Förderung

Besonders wichtig ist für Denkmaleigentümer die indirekte Förderung durch Steuererleichterungen. Dabei können im Rahmen der Einkommensteuer alle Kosten, die für die Erhaltung und sinnvolle Nutzung eines Denkmals anfallen, zu insgesamt 100 % über einen Zeitraum von 12 Jahren abgesetzt werden.

Unbedingte Voraussetzung für die steuerliche Erleichterung ist, dass die Maßnahmen vor Beginn der Arbeiten denkmalfachlich mit der Städtischen Denkmalbehörde abgestimmt und dann auch so ausgeführt worden sind.

Gleichwohl können nicht alle Arbeiten steuerlich anerkannt werden. Es ist deshalb zusätzlich grundsätzlich notwendig, die Maßnahme im Hinblick auf die steuerliche Bescheinigung mit der Denkmalbehörde abzusprechen. Bei größeren Bauvorhaben mit Neubauanteilen sollten schon die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen auf die spätere steuerliche Anerkennbarkeit hin ausgerichtet werden, denn hier ist die Gliederung der Rechnungen nach Bauteilen und Gewerken unabdingbar.

Sind die Maßnahmen abgeschlossen, stellt die Städtische Denkmalbehörde auf Antrag eine steuerliche Bescheinigung aus, die der Denkmaleigentümer beim Finanzamt einreichen kann. Anhand dieser Bescheinigung legt das Finanzamt Höhe und Verteilung der Abschreibungssummen fest.

Der Antrag auf steuerliche Bescheinigung muss schriftlich gestellt werden und vor allem Folgendes enthalten:

Beigefügt werden müssen die entsprechend geordneten Rechnungen im Original sowie Kopien der Baugenehmigung und/oder weiterer Denkmalrechtlicher Erlaubnisse nach dem Denkmalschutzgesetz (§ 9 DSchG.)



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