Stadt Münster: Sozialamt

Menschen mit Migrationsvorgeschichte

In Münster leben Menschen vieler Nationen.
Kulturelle und religiöse Vielfalt, das Zusammenleben, Toleranz und Akzeptanz zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft bestimmen das Leben unserer Stadt.
Damit dies gelingen kann, sind wir auf bürgerschaftliches Engagement und auf professionelle Hilfe angewiesen.
Das Sozialamt bietet Leistungen der Beratung und Integration, wirtschaftliche Hilfen und ein Förderangebot für Initiativen im Feld Migration/Integration.
Bei der Migration spielen die Städte und Gemeinden eine entscheidende Rolle: In ihrer Zuständigkeit liegen wesentliche Bereiche der Integrationsarbeit, sie sind die Orte, an denen "Integration konkret" stattfindet.

Stadtweites Netzwerk „Integration für Menschen mit Migrationsvorgeschichte“
In Münster war seit 1998 ein Netzwerk Spätaussiedler aktiv. Im Netzwerk schlossen sich alle sozialarbeiterischen Hauptamtlichen sowie die Akteure der Sprachbildung zusammen. Sie entwickelten zum Bespiel einen Reader, stimmten Sprechstunden ab, machten auf Hürden oder Lücken aufmerksam und gestalteten Fachveranstaltungen.
Eine Veranstaltung des Netzwerkes im November 2005 hatte zum Ergebnis, das Netzwerk zu erweitern. Hintergrund waren insbesondere das neue Zuwanderungsgesetz und die Einführung der Migrationserstberatung. Im August 2006 gründete sich das Stadtweite Netzwerk - Integration für Menschen mit Migrationsvorgeschichte. Dieses Netzwerk fühlt sich allen Migrantengruppen verpflichtet und öffnete sich somit neben den professionellen Akteuren auch den Semiprofessionellen und den Betroffenengruppen.

Das Stadtweite Netzwerk trifft sich zwei Mal im Jahr im Plenum und hat darüber hinaus zwei Arbeitsgruppen gebildet, die sich durchschnittlich vier Mal im Jahr treffen. Diese sind die AG Soziale Integration und AG Sprache/Bildung. Die Sprecherfunktion des Plenums sowie der Arbeitsgruppen haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freier Träger übernommen. Das Sozialamt und das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien koordinieren das Stadtweite Netzwerk und bieten folgenden Service an:

Zwei Beispiele für Projekte und innovative Konzepte des Sozialamtes im Bereich der Integrationsarbeit sind:

Signet des Projekts

"Migrare"
Das Projekt "Migrare" erzählt vom Leben unterschiedlicher Menschen vieler Nationen in unserer Stadt.
Mit dem Ratsbeschluss vom 29.03.2000 hat das Projekt "Migrantinnen und Migranten in Münster" begonnen. Das Projekt wurde von einer Regiegruppe gesteuert, der Vertreterinnen und Vertreter des Ausländerbeirates, des Informations- und Medienzentrums für Ausländer und Spätaussiedler (IMAS), der Fachstelle für Sozialplanung des Sozialamtes und der Arbeitsstelle Interkulturelle Pädagogik der Westfälischen Wilhelms-Universität angehören.
"Migrare" verfolgte eine doppelte Zielsetzung: Es hat die Lebenssituation von Migrantinnen und Migranten dokumentiert und Maßnahmen aufgezeigt, die das Miteinander von allen in Münster lebenden Bürgerinnen und Bürgern verbessern können. Gleichzeitig verfolgte es die Absicht, "Migration und Integration" als Thema sichtbar zu machen, Kontakte zu initiieren und Kommunikation und Verständigung anzuregen. Unter dem Dach des Projektes wurden eine Reihe von Teiluntersuchungen zur Lebenssituation von Migrantinnen und Migranten durchgeführt. Die Untersuchungen erstreckten sich auf verschiedene Felder (zum Beispiel Wohnen, Kindergarten, Schule, Gesundheit, Religion etc.) und berücksichtigen unterschiedliche Zielgruppen (zum Beispiel Frauen, Studierende).

"Zukunftskonferenz"
Im Rahmen des Förderprogramms KOMM-IN-NRW fand im November 2005 eine dreitägige Zukunftskonferenz statt. 64 persönlich eingeladene Menschen aus Münster, die als Abbildung eines realen Systems ausgesucht wurden, beschäftigten sich ein Wochenende mit dem Zusammenleben der Kulturen in Münster und wie dies zukünftig gestaltet werden kann. Am Ende stand ein gemeinschaftlicher interkultureller Zukunftsentwurf und ein Handlungsprogramm.
Die Konferenz zum Thema Einwanderung ist ein neuer Ansatz, der interkulturellen Annäherung Impulse und Struktur zu verleihen. Initiiert wurde diese neue Form der Erkenntnis- und Entscheidungsfindung durch den Ausländerbeirat als Projektträger, unterstützt durch das Sozialamt der Stadt Münster.
Das Thema Einwanderung wurde aus acht spezifischen Blickwinkeln betrachtet, die als Themenfelder die inhaltlichen Stützpfeiler der Konferenz bildeten. Zu jedem Interesse (Themenfeld) haben sich 8 Vertreter, die zuvor ihre Position definieren konnten, zugeordnet:

„Ich möchte, (dass)…

Auf der Zukunftskonferenz fand ein kontroverser, aber immer konsensualer Gedankenaustausch zwischen unterschiedlichen Akteuren statt. Die Diskussion waren engagiert und von gegenseitigem Respekt geprägt - eine gute Grundlage für eine verstärkte Vernetzung der Arbeit. Der Ausländerbeirat wird jetzt aus der Fülle der Maßnahmen eine Priorisierung zur Umsetzung vornehmen und sein Handeln daran ausrichten.

Die Dokumentation des Fachtags kann bei der Geschäftsstelle des Ausländerbeirates oder beim Sozialamt, Frank Treutler, angefordert werden.

Ansprechpartner im Sozialamt:

Frank Treutler
Hafenstraße 8, 48153 Münster
Zimmer 406
Tel. 02 51/4 92-50 26
Fax 02 51/4 92-79 00
E-Mail: Treutler@stadt-muenster.de

Weitere Informationen: