Schulentwicklungsplanung für Münster
Eine Stadt entwickelt sich weiter – und mit ihr die Schulen.
Das Selbstverständnis der Stadt Münster als Bildungs- und Wissenschaftsstadt geht schon seit vielen Jahren über die Zuständigkeit des kommunalen Schulträgers für möglichst optimale Schulstandorte und zeitgemäße Ausstattung weit hinaus. Das aktuell in die parlamentarische Diskussion eingebrachte "Rahmenkonzept Schulentwicklungsplanung" berücksichtigt daher nicht nur die gesetzliche Forderung nach § 80 Schulgesetz NW, ein angemessenes Angebot an Schulen der jeweiligen Schulform vorzuhalten.
Zu den Inhalten des Rahmenkonzeptes zählen ausdrücklich auch qualitative Aspekte, um die gewünschten Leitlinien für den Prozess der Schulentwicklungsplanung
- ein Schulangebot vorzuhalten, das dem Anspruch Münsters als Bildungs- und Wissenschaftsstadt gerecht wird,
- Rahmenbedingungen zu schaffen, die jedem Kind die Möglichkeit bieten, sein individuelles Bildungspotenzial auszuschöpfen,
- ein Schulangebot vorzuhalten, das gesellschaftliche Veränderungen und differenzierte Lebenssituationen berücksichtigt,
vor Ort in den nächsten Jahren umzusetzen.
Das Konzept im Detail:
Mitreden und Mitgestalten
Nicht nur die parlamentarischen Gremien sollen über das Rahmenkonzept diskutieren, auch die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich zu beteiligen.
Elternbefragung zur Schulentwicklungsplanung
Vom 28.08. – 10.09.2010 wurden alle Eltern von Viertklässlern der 46 städtischen Grundschulen nach ihrem beabsichtigten Verhalten bei der Schulaneldung zur Weiterführenden Schule im Februar 2011 und zur Schulentwicklungsplanung in Münster allgemein befragt. Mehr als die Hälfte der befragten Eltern der Viertklässler haben an der Umfrage teilgenommen.
Die Ergebnisse in Kürze:
Über 70% der Eltern erwarten für ihr Kind eine Gymnasialempfehlung, nur 3% gehen von einer Empfehlung für die Hauptschule aus. Müssten sie sich entscheiden, würden 25% der teilnehmenden Eltern ihr Kind an einer Gesamtschule anmelden, als mögliche Alternative wird sie sogar von 32% gesehen. 81% der Eltern zeigen Sympathie für inklusiven Unterricht; nur 6% sprechen sich prinzipiell gegen Grundschulfusionen aus. Große Offenheit zeigen die Münsteraner Eltern auch für alternative Schulmodelle.
- Mehr zum Umfrageergebnis (PDF, 233 kB)
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