Projekte
Inhaltsübersicht:
- Schule und Kultur
- Naturwissenschaft und Technik
- Medien und Schule
- Krisenkompetenz und Streitschlichtung
- Sprachförderung (Projekt - Chancen der Vielfalt nutzen lernen)
Neue Inhalte in die Schulen tragen, neue Lernformen entdecken, neue Strukturen erproben und Herausforderungen der Zukunft bewältigen – das ist das Ziel öffentlich geförderter (Modell-)Projekte.
Die Stadt Münster initiiert, finanziert und begleitet zahlreiche Projekte an Schulen und beteiligt sich an solchen, die vom Land, vom Bund oder privatwirtschaftlich gefördert werden.
Die Umsetzung dieser Projekte erfordert von allen Beteiligten Pioniergeist und ein Engagement, das über den üblichen und alltäglichen Rahmen hinausgeht. Der Gewinn ist eindeutig: Wer bei einem Modellprojekten mitmacht, gestaltet aktiv die Zukunft unserer Schul- und Lernräume.
Schule und Kultur
Kulturstrolche
Seit 2006 unterstützt das Projekt "Kulturstrolche" Kinder darin, Kultur zu entdecken. Zurzeit lernen in Münster 300 Grundschulkinder im 3-jährigen Projektverlauf mindestens 6 Kultureinrichtungen kennen, können dort hinter die Kulissen schauen und mehr erleben als andere Besucher. Sie erkunden die Sparten Kunst, Musik, Geschichte, Literatur, Tanz, Theater und Radio. Sie machen ihre eigene Radiosendung beim VHS-Bürgerfunk, "Reisen" im Stadtarchiv in Münsters Vergangenheit oder besuchen die Musiker des Sinfonieorchesters.
Das mehrfach ausgezeichnete Projekt hat Modellcharakter. Im Jahr 2008 hat das Kultursekretariat NRW Gütersloh die Projektidee übernommen, um es in den angeschlossenen Städten und Gemeinden umzusetzen.
Aktuell beteiligen sich Schülerinnen und Schüler aus 25 Mitgliedsstädten an dem Projekt, insgesamt 218 Schulklassen. Derzeit erkunden in Nordrhein-Westfalen fast 5500 "Kulturstrolche" die Kultur in ihrer Stadt.
Skulptur Reporter/in
Die skulptur projekte münster 07 haben die Stadt Münster, das Westfälische Landesmedienzentrum und das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte zum Anlass genommen, Kinder aus vier Förder- oder Grundschulklassen zu „Skulptur-Reportern“ „auszubilden“ und auf den Weg zu schicken.
Bei Exkursionen, Besichtigungen von Skulpturen aus vorangegangenen Skulpturprojekten, eigenen künstlerischen Arbeiten und Begegnungen mit Künstlern bekommen sie einen Einblick in die Kunst im öffentlichen Raum. Ein Ergebnis des Projektes ist der "Skulptur Report Münster", ein Mitmachbuch von Kindern für Kinder. Interviews, Rätsel, Reportagen und viele Bilder zeigen die Reporter und Reporterinnen bei der Arbeit und laden zum Kunst-Entdecken ein.
- Publikation: Skulptur Report Münster
Schulräume: Lebensräume
1997 bis 2005 wurde an 40 Schulen in Münster das Projekt "Schulräume:Lebensräume" umgesetzt. Das Ziel war nicht optimal genutzt Räume kindgerechter, freundlicher und anregender zu gestalten. "Schulräume:Lebensräume" ist das Ergebnis einer Kooperation des Amtes für Schule und Weiterbildung und des Amtes für Immobilienmanagement mit der Akademie Gestaltung im Handwerk.
Naturwissenschaft und Technik
Forscherwerkstätten an Grundschulen
2004-2007 arbeiten fünf (offene) Ganztagsgrundschulen mit „Forscherwerkstätten an Grundschulen“. Die Werkstätten werden im Unterricht und in Projekten im offenen Ganztag von den Klassen 1 bis 4 genutzt und bieten einen Raum für freies Forschen mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaft und Technik.
Im Rahmen des Projektes arbeiten die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster, die beteiligten Schulen und die Stadt Münster zusammen. Einzelne Institute der WWU begleiten die Arbeit der Forscherwerkstätten und kooperieren je nach Bedarf und Möglichkeit mit den Schulen.
Medien und Schule
Medienerziehung in der Grundschule
Das auf fünf Jahre angelegte städtische Gesamtkonzept „Medienerziehung in der Grundschule“ hatte 1999 das Ziel, die die Entwicklung von Unterrichtsprojekten zur Medienerziehung mit traditionellen und neuen Medien zu fördern und zu unterstützen. 48 Grundschulen und eine Förderschule waren an dem Projekt beteiligt. Das Projekt „Kreuz und quer“ zu künstlerisch-kulturellen Orten, Ereignissen und Geschichten in Münster ist im Rahmen dieses Projektes entstanden und online dokumentiert.
Schülerfotowettbewerb
Seit 1982 schreiben die Stadt Münster, die Westfälischen Nachrichten und die Sparkasse Münsterland Ost jährlich einen Fotowettbewerb für Schülerinnen und Schüler aus. Dieser steht in jedem Jahr unter einem anderen Motto. Die Nachwuchsfotografinnen und -fotografen können Kameras, Fotozubehör und Gutscheine gewinnen. Außerdem gibt es den traditionellen Schulpreis für die beste teilnehmende Schule sowie einen Extrapreis für die erfolgreichste Grundschule. Die schönsten Fotos werden öffentlich ausgestellt und in der Tageszeitung veröffentlicht. Teilnehmen können alle, die eine Schule in Münster besuchen.
- Informationen: WN-Lokalredaktion, Wolfgang Schemann, Tel. 02 51/ 690 - 770
Krisenkompetenz und Streitschlichtung
Stark im MiteinanderN
„Stark im MiteinanderN“ ist ein Projekt, das an Schulen eine konstruktive Konfliktkultur fördern und so zu mehr Sicherheit beitragen will. Im Rahmen dieses Projektes ist ein Aktionspaket mit Gesprächskreisen, Aktionen, Spielen und Ideen für Schüler/innen von 5 bis 16 Jahren entwickelt worden.
Das Projekt hat vier Aktionsbausteine, die Schulen nutzen können:
- Im Magic Circle können Kinder (und Erwachsene) die Erfahrung machen, wie gut es tut, sich gegenseitig wertschätzend und akzeptierend zuzuhören. Das Konzept vom Magic Circle ist ausgearbeitet für Kinder ab ca. 5 Jahren bis zum 6. Schuljahr.
- Cool at School hat zum Ziel, ein starkes Bündnis gegen Vandalismus in und an Schulen schaffen. Gemeinsam mit Schülern und vielen anderen Beteiligten sollen Schulen so gestaltet werden, dass lebens- und somit schützenswerte Räume und Einrichtungen entstehen.
- Das Theaterprojekt Spotlight richtet sich an weiterführende Schulen und verfolgt das Ziel, Orte des sozialen Lernens an Schulen zu schaffen. Angeboten wird ein Theaterstück zum Thema „Mobbing in der Schule“ und die theaterpädagogische Aufarbeitung des Themas.
- Mit dem FAIR MOBIL kommt ein Mitmachprogramm in die Schule. Das Angebot richtet sich an weiterführenden Schulen. FAIR MOBIL unterstützt Sie dabei, Verständnis, Sensibilität und Rücksichtnahme zu fördern und damit Gewalt und Bedrohung an Schulen zurückzudrängen.
Beteiligt an der Kooperation sind die Westfälische Provinzial, das Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe, der asb-arbeitskreis soziale bildung und beratung und die Schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt Münster.
Im Jahr 2004 wurde der Kooperationsverbund mit dem Deutschen Förderpreis für Kriminalprävention ausgezeichnet.
Sprachförderung
Chancen der Vielfalt nutzen lernen
Das Projekt "Chancen der Vielfalt nutzen lernen" hat sich als Ziel gesetzt, insbesondere Grundschulkinder mit Zuwanderungsgeschichte hinsichtlich ihrer sprachlichen Kompetenz sowie ihrer Sozial- und Lernkompetenz so zu fördern, dass sie erfolgreicher ihre Grundschulzeit durchlaufen können und Ihnen der Übergang zur weiterführenden Schule erleichtert wird.
Ein weiteres Ziel ist die Vermittlung und Verankerung der interkulturellen Pädagogik und der Förderkompetenzen im Unterricht in der Lehrerausbildung und in der Ausbildung im Fachbereich Sozialwesen.
So lernen und profitieren durch dieses Projekt 2 Zielgruppen voneinander:
- Kinder mit Zuwanderungsgeschichte: Die Kinder erhalten durch ausgebildete Studierende zweimal wöchentlich Unterstützung in kleinen Lerngruppen und können so ihre schriftsprachlichen Deutschkenntnisse erweitern.
- Lehramtstudierende der Universität Münster und Studierende des Bereiches Sozialwesen der Fachhochschule Münster: Sie qualifizieren sich studienbegleitend und erhalten so die Möglichkeit, sich mit ihren im Studium erworbenen fachlichen Kenntnissen auseinander zu setzen und praktische Erfahrung zu erlangen.
Seit dem Wintersemester 2009/10 werden alle teilnehmenden Studierenden von der Universität und der Fachhochschule in den Bereichen Sprache, Sozialverhalten, Lernverhalten, Methodik, Didaktik und interkulturelle Pädagogik ausgebildet. Die konkrete Förderung der Kinder wird seit Anfang Februar 2010 an den ausgewählten Grundschulen in Münster durchgeführt. Die Studierenden der Universität Münster fördern eine Kleingruppe bis maximal 10 Kinder vier Stunden pro Woche vormittags, während die Studierenden der Fachhochschule die Kinder auch nachmittags fördern. Der Unterricht wird nach einer durchgeführten Sprachstandserhebung individuell auf die Lerngruppen abgestimmt. Mit vielfältigen Methoden in sinnvollen Situationszusammenhängen erweitern die Kinder sowohl vormittags als auch nachmittags ihre Sprach- und Sozialkompetenzen. Des Weiteren werden im Rahmen des Projekts in den Oster- und Sommerferien Sprachcamps angeboten, in denen die Kinder an vielseitigen motivierenden Aktionen teilnehmen.
Das Modellprojekt, an dem noch 8 weitere Standorte in Nordrhein Westfalen beteiligt sind, geht aus der gemeinsamen Initiative der folgenden Institutionen hervor:
- Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration
- Stiftung Mercator
- Ministerium für Schule und Weiterbildung
Das Modellprojekt wird durch die EU (Europäischer Integrations-Fonds) gefördert.
Koordiniert wird das Gesamtprojekt von der RAA (Regionale Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien), Hauptstelle in Essen.
Kooperationspartner in Münster sind das Dezernat für Migration und interkulturelle Angelegenheiten, die Hochschulen in Münster und die Stadt Münster.
Die Umsetzung des Projekts erfolgt in den Grundschulen durch Studierende der Fachhochschule und der Universität Münster.
- Mehr zum Sprachfördercamp 2011 (PDF, 210 kB)
- Mehr zum Sprachfördercamp 2010 (PDF, 4.207 kB)
