Dienstleistungen von A bis Z
Dyskalkulie
Schwierigkeiten von Schülerinnen und Schülern im Fach Mathematik lassen sich grob in zwei Bereiche unterteilen:
Die Schülerin/ der Schüler versteht Teile des Unterrichtsstoffes nicht (mehr).
Der Grund dafür ist oft, dass Stoff im Unterricht versäumt oder nicht richtig verstanden worden ist. Das fehlende Wissen kann durch Nachholen oder Nachhilfe oft problemlos wieder aufgeholt werden.
Die Schülerin/ der Schüler versteht die Grundlagen der mathematischen Zusammenhänge nicht.
Diese Lernschwierigkeiten können sich so äußern:
- Es besteht keine Mengen- Raum/ Form– oder Zeitvorstellung
- Mengeneinheiten können nicht erfasst werden
- Auch bei älteren Kindern besteht keine Sicherheit im Zahlenraum bis 20
- Ziffern und Zahlen werden in falscher Reihenfolge/ verdreht notiert
- Textaufgaben können nicht mit den entsprechenden Rechenvorgängen zusammengebracht werden
- Ergänzungsaufgaben scheinen unlösbar
- Nachhilfe kann die Probleme nicht beheben
Nur in diesem zweiten Bereich spricht man von Rechenschwäche bzw. Dyskalkulie.
Diese festzustellen ist schwierig, denn häufig werden die Schülerinnen und Schüler als faul und lustlos abgestempelt, weil sie sich aufgrund von Misserfolgen verweigern.
Um festzustellen, ob tatsächlich eine Dyskalkulie vorliegt, gibt es derzeit kein standardisiertes Verfahren. Bei einer Förderung sollten unbedingt folgende Kriterien erfüllt sein:
- außerhalb des Regelunterrichts
- in der Einzelförderung
- mit ausgebildeter Fachkraft
- mit anschaulichem Fördermaterial
- Ziel ist nicht, das derzeitige Niveau des Mathematikunterrichts zu erreichen
- Maßstab ist der Kenntnis- und Erfahrungsstand des Kindes
