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Pressemitteilungen


23.02.2016

Weitere Plätze für die Kindertagesbetreuung

Steigende Geburtenzahlen / Bedarf der Flüchtlingsfamilien / Überbrückungsmaßnahme „Optionsplätze“

Münster (SMS) Münster ist weiter auf Wachstumskurs. Gerade auch in der Bevölkerungsgruppe der Kinder bis sechs Jahren verzeichnet die Prognose einen starken Anstieg. Neben den in den vergangenen Jahren bereits zahlreich geschaffenen neuen Plätzen sind weitere Plätze in der Kindertagesbetreuung erforderlich. Die sollen möglichst in den kommenden fünf Jahren geschaffen werden.

„Aktuell sehen wir bis 2020 einen Bedarf von 4000 zusätzlichen Plätzen in der Kindertagesbetreuung“, fasst Stadtrat Thomas Paal zusammen. „Einerseits sind rund 2000 Plätze wegen der steigenden Geburtenzahlen in Münster, aber auch durch den Zuzug junger Familien, nötig; andererseits macht der Bedarf der zuziehenden Flüchtlingsfamilien weitere 2000 Plätze erforderlich“, erläutert der Beigeordnete für Bildung, Jugend und Familie.

„Wir planen für die u3-Kinder mit einer Versorgungsquote in der Kindertagesbetreuung von mindestens 50 Prozent“, so Anna Pohl, Leiterin des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. „Vorhandene Kitas sollen erweitert und wo möglich auch neue gebaut werden.“

Entsprechend führt das städtische Immobilienmanagement seine intensive Grundstückssuche in der Stadt fort. Neue Kitas sollen in möglichst großen Einheiten (bis zu acht Gruppen) geplant und die Gebäude dann in so genannter modularer Bauweise errichtet werden. Das geht schneller und spart Kosten.

Gleichwohl nehmen die Baumaßnahmen Zeit in Anspruch, so dass als Überbrückungsmaßnahme die einzelnen Gruppen in den Kitas – im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben – mit so genannten Optionsplätzen vergrößert werden sollen. „So können zum Kindergartenjahr 2016 / 2017 insgesamt rund 700 Plätze zusätzlich geschaffen werden“, erläutert Pohl. Die Optionsplätze sollen zeitlich begrenzt zur Verfügung stehen und mit dem Bau neuer Betreuungsplätze entsprechend wieder abgebaut werden.

Neben den Kitaplätzen und den Betreuungsmöglichkeiten bei Tageseltern für alle Kinder in Münster plant das Jugendamt außerdem weitere Spielgruppen als Brückenangebote für Flüchtlingskinder, bis sie in reguläre Kitas wechseln können. Auch für diese Angebote fehlen Räume, die in Zukunft in den Flüchtlingseinrichtungen eingeplant werden sollen.

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