Die Gitarre ist wohl in allen Teilen der Welt das Instrument, welches in den vielfältigsten musikalischen Ausdrucksarten zuhause ist. Da ist einmal die klassische Spielart mit Literatur aus rund 500 Jahren Musikgeschichte. Nicht weniger beliebt sind folkloristische Varianten mit ganz unterschiedlichen Techniken bei Liedbegleitung und im Solospiel.
Aus ähnlichen musikalischen Wurzeln entsprungen, aber doch völlig eigenständig ist die „Spanische Schule“, die vom Flamenco dominiert wird.
Die Ära der Rock- und Popmusik hat die E-Gitarre in den Vordergrund gedrängt: Quer durch alle Genres bereichert die Stromgitarre den Sound, von Jazz und Blues über Rock ’n’ Roll und Metal bis Independent und Powerpop. Seit den späten Dreißiger Jahren greifen Musiker zu Gitarren mit elektrischen Tonabnehmern. Anfangs, um lauter spielen zu können als mit Akustikgitarren. Später, weil sie gezielt den knackigen Rocksound suchten. Und der steht nach wie vor hoch im Kurs. So gibt es heute kaum eine Band, in der nicht die E-Gitarre eine zentrale Rolle spielt.
Das Erlernen der verschiedenen Gitarrentypen hat aber eins gemeinsam:
Wie bei jedem anderen Instrument lernt man erst handwerkliche Grundfertigkeiten, bevor gezielt eine Wunschrichtung einschlagen werden kann. Das Einstiegsalter liegt bei der Akustikgitarre etwa bei 5 - 6 Jahren, bei der E-Gitarre etwas später. Nach oben hin gibt es keine Altersbegrenzung.
Die Harfe (keltische oder Hakenharfe) ist hinsichtlich ihres Repertoires ein „klassisches“ Instrument, doch gibt es zunehmend mehr moderne Literatur oder Bearbeitungen aus allen Stilrichtungen. Je nach Fortschritt wechselt man später zur Pedalharfe.
An der Westfälischen Schule für Musik kann man auch die griechische Bouzouki erlernen. Die Bouzouki ist eine Langhalslaute mit birnenförmigem Korpus ähnlich einer Mandoline mit drei oder vier Doppelsaiten. Verwandt ist sie mit dem altgriechischen Tambour und der türkischen Saz. Sie ist das wichtigste Soloinstrument im griechischen Musikstil Rembetiko. Ihre klanglichen Möglichkeiten haben dazu geführt, dass sie heute in vielen Musikstilen eingesetzt wird.
Das jüngste Instrument im Fächerkanon des Fachbereichs und zugleich eines der ältesten Saiteninstrumente überhaupt ist die arabische Laute, auch Oud genannt. Der Oud ist eine Kurzhalslaute aus dem Mittelmeerraum beziehungsweise dem Nahen Osten. Er gilt als Vorläufer der mittelalterlichen abendländischen Laute. Troubadours, Trouvers und Wandermusikanten begleiteten mit diesem Instrument ihren Gesang. Der Oud besitzt keine Bünde und wird i.d.R. doppelchörig bespannt und in Quarten gestimmt. Er wird heute sowohl in der orientalischen Musik, aber auch im Jazz und in der Klassik eingesetzt.
In Gitarrenspielkreisen von der unteren Mittelstufe bis zur Oberstufe wird das Zusammenspiel mit Anderen trainiert.
Anmeldung, Kündigung, Gebühren:
Tel. 02 51/9 81 03-13
Gisbert Keller, Fachbereichsleiter
Tel. 02 51/9 81 03-22
Sprechzeiten:
Mi 12.30 - 13.30 Uhr, Do 10 - 12 Uhr
Musikschule, Raum 33
Keller(at)stadt-muenster.de
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