Die Westfälische Schule für Musik bietet in Kooperation mit allgemein bildenden Schulen Instrumentalunterricht im Klassenverband oder in einer aus einer Jahrgangsstufe gebildeten Klasseneinheit an. Verschiedene Konzepte mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten sorgen dafür, dass Klassenmusizieren an jedem Schultyp, also an Grund-, Haupt- und Realschule sowie am Gymnasium, gleichermaßen stattfinden kann. Gemeinsam ist allen Konzepten das Lernen in der Gruppe, das von der ersten Stunde an soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme und Wahrnehmung des Anderen fordert und fördert. Das gemeinsame Musizieren steht beim Klassenmusizieren im Vordergrund. So verfügen die Schulen, egal für welche Form des Klassenmusizierens sie sich entscheiden, nach kurzer Zeit über ein Ensemble, das bei Schulveranstaltungen mitwirken kann.
Aktuell werden folgende Formen unterrichtet:
Der Unterricht in Streicherklassen nach der Paul Rolland-Methode wird an Grundschulen in der 3. und 4. Klasse erteilt. Die Streicherklassen zählen bis zu 30 Schüler, die die Instrumente Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass erlernen. Durch die spezielle Methodik und Didaktik können alle vier Streichinstrumente gleichzeitig unterrichtet werden. Zwei Instrumentalpädagogen der Musikschule erteilen den Unterricht, indem sie sich in den Rollen des Lehrers und des Assistenten abwechseln. Durch diesen Wechsel wird die Aufmerksamkeit der Schüler erhöht. Darüber hinaus gewährleistet der Einsatz von zwei Lehrkräften Kontinuität und Qualität des Unterrichtes.
Nach Beendigung des Streicherklassenunterrichts kann der Instrumentalunterricht an der Musikschule in verschiedenen Formen weitergeführt werden.
Streicherklassen werden zurzeit an der Wartburg-Grundschule in Gievenbeck und an der Norbertgrundschule in Coerde angeboten.
Der Unterricht beginnt im 5. Schuljahr entweder im Klassenverband oder in einer Gruppenkonstellation, die klassenübergreifend aus der 5. Jahrgangsstufe gebildet wird. Der Unterricht erfolgt im Rahmen des regulären Schulunterrichts überwiegend in 3er-Gruppen für Blech- und Holzblasinstrumente, für Schlagzeug und E-Bass. Der Instrumentalunterricht findet einmal pro Woche statt und wird von Lehrkräften der Musikschule erteilt. Die Leitung der Gesamtproben des Klassenorchesters, das von Anfang an ebenfalls einmal pro Woche zusammenkommt, übernimmt der Musiklehrer der allgemein bildenden Schule. Die Bläserklasse ist auf zwei Jahre angelegt. Danach gibt es für interessierte Schüler die Möglichkeit, den Instrumentalunterricht an der Musikschule fortzusetzen.
Bläserklassen gibt es am Kardinal-von-Galen-Gymnasium Hiltrup, Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Gymnasium Paulinum und an der Paul-Gerhardt-Realschule.
Der Unterricht erfolgt im Klassenverband ab der 5. Jahrgangsstufe. Eine Lehrkraft der Musikschule erteilt einmal wöchentlich eine Doppelstunde, in der das Spiel auf verschiedenen Perkussionsinstrumenten unterrichtet wird. Der Wechsel von Ensemblespiel und solistischen Beiträgen trainiert die Selbstwahrnehmung der Kinder in einer Gruppe, schult die Fähigkeit aufeinander zu hören und zu reagieren.
Bei diesem speziell für die Hauptschule entwickelten Konzept von Michael Fromm erlernen Kinder einer 5. Klasse das für Rockmusik typische Instrumentarium. Dazu gehören E-Gitarre, E-Bass, Keyboard, Drumset, Percussion und Gesang. Der Unterricht erfolgt über einen Zeitraum von zwei Jahren, in denen die Kinder wöchentlich drei Stunden Unterricht in Kleingruppen erhalten. Schon ab der ersten Stunde üben sie das Zusammenspiel in der Gruppe. Zum Unterricht gehört auch der Auf- und Abbau des technischen Equipments durch die Schüler. Sie erfahren, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen, üben sich in Geduld und Ausdauer und lernen über einen längeren Zeitraum auf klar definierte Ziele hinzuarbeiten.
Das Projekt wird zurzeit an der Hauptschule Geistschule durchgeführt.
Die Musikschule bietet Gitarrenunterricht im Klassenverband an. Aufgeteilt in drei Gruppen lernen alle Kinder einer Klasse das Gitarrespielen nach einem eigens dafür entwickelten Konzept und Lehrwerk. Für die Dauer von zwei Jahren findet vormittags einmal pro Woche Gitarrenunterricht statt und erweitert so den normalen Musikunterricht durch eine instrumentalpädagogische Komponente. Gitarrenklassen können bereits ab dem 1. Grundschuljahr eingerichtet werden.
Gitarrenklassen gibt es an der Michaelgrundschule.
Alle Kinder einer Klasse erlernen über zwei Jahre ein Instrument, das sie aus einer Vielzahl von Instrumenten auswählen können. Die Kinder erhalten in Kleingruppen eine Stunde Instrumentalunterricht pro Woche, der am Vormittag in den Räumen der Grundschule erteilt wird. Zusätzlich erhalten sie wöchentlich eine Orchesterstunde im gesamten Klassenverband, die im team teaching von jeweils einer Lehrkraft der Grundschule und der Musikschule unterrichtet wird. In einer dritten Wochenstunde wird Musik nach Lehrplan unterrichtet.
Unterricht im Orchester Kunterbunt gibt es an der Bodelschwinghgrundschule und der Wartburggrundschule.
Dem Programm "Jedem Kind ein Instrument" (JeKi) liegt eine einfache Idee zugrunde: Alle Kinder einer Grundschulklasse lernen im ersten Schuljahr im Rahmen einer Elementaren Musikausbildung eine große Vielfalt an Musikinstrumenten spielerisch kennen und dürfen sich dann aus einem Angebot von vier bis fünf Instrumenten aussuchen, welches davon sie lernen möchten. Ab dem zweiten Jahr erhalten sie in kleinen Gruppen regelmäßig Unterricht an dem Instrument ihrer Wahl. So wird aus einer Schulklasse ein Orchester, das gemeinsam immer besser wird. Die Westfälische Schule für Musik bietet JeKi seit 2010/11 in 10 Klassen an fünf Grundschulen als befristetes Modellprojekt an, das in wesentlichen Teilen vom Land NRW finanziert wird. Teilnehmende Schulen sind die Astrid-Lindgren-Schule Gelmer, die Bodelschwinghschule, die Michaelschule, die Marienschule in Hiltrup und die Paul-Schneiderschule in Kinderhaus.
Die Chorklasse richtet sich an Schüler des 5. und 6. Schuljahres und wird klassenübergreifend angeboten. Sie beruht auf zwei didaktischen Säulen: Zum einen findet eine chorpraktische Doppelstunde für alle Chormitglieder statt, die von der Musiklehrkraft der kooperierenden Schule gegeben wird. Hier singen die Schüler einmal pro Woche gemeinsam und erlernen die damit verknüpften theoretischen Inhalte. Die zweite Säule ist der stimmbildnerischen Unterricht in Kleingruppen, welcher ebenfalls im wöchentlichen Turnus von Gesangspädagogen der Westfälischen Schule für Musik erteilt wird. Die Teilnehmenden lernen dort ihre Stimme besser kennen und einzusetzen. Körperhaltung, Artikulation und Stimmpflege sind ebenfalls Unterrichtsinhalte. Die Chorklasse kann als ein Anschlussangebot an JEKISS eingerichtet werden. Sie wird seit dem Schuljahr 2010/11 an der Marienschule angeboten.
Anmeldung, Kündigung, Gebühren:
Tel. 02 51/9 81 03-13
Lars Motel
Tel. 02 51/9 81 03-15
Musikschule, Raum 8
Motel(at)stadt-muenster.de
Diese Seite bookmarken bei...