Bomben und Belagerung


Die Belagerung 1657

Die Belagerung 1660/61


  

Ansicht der Stadt Münster während der Belagerung 1657 (Ausschnitt - Bildnachweis)

Mit dem Vertrag von Schöneflieth war der Konflikt zwischen Bischof und Stadt nicht beigelegt. Immer wieder kam es zu Unstimmigkeiten. Die steigenden Spannungen veranlaßten die Stadt, sich nach Verbündeten umzusehen. Der Stadtsyndicus Nikolaus Drachter bewegte den im Grunde eher widerwilligen Rat, ein Bündnis mit den Niederlanden zu suchen. Am 9. August 1657 ließ Christoph Bernhard den von Verhandlungen in Den Haag zurückkehrenden Drachter verhaften. Daraufhin schloß die Stadt ihre Tore und forderte die Freilassung des Syndicus. Christoph Bernhard antwortete am 20. August 1657 mit dem Beginn der Belagerung Münsters, die freilich - vor allem aufgrund niederländischer Unterstützung für die Stadt - erfolglos blieb.
Im Geister Vertrag vom 21. Oktober 1657 wurde der militärische Konflikt beigelegt: Drachter wurde freigelasssen, eine in die Stadt zu legende Truppe war erneut auf Bischof und Stadt zu vereidigen. Erneut war Christoph Bernhards Versuch, ein uneingeschränktes Besatzungsrecht durchzusetzen, gescheitert.
Einen entscheidenden politischen Erfolg errang Galen dann im Winter 1659/60. Der Kaiser erklärte, daß die Stadt keinerlei Besatzungsrecht habe; ferner untersagte er ihr, sich im Ausland um Unterstützung zu bemühen, wie es Münster auch in den Jahren nach 1657 in den Niederlanden getan hatte. Daraufhin begann der Bischof am 20. Juli 1660 erneut mit der Belagerung, die diesmal, da Hilfe aus den Niederlanden ausblieb, erfolgreich war: Am 26. März unterwarf sich Münster Christoph Bernhard.
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