Kostbarkeiten ganz besonderer Art bilden die historischen Karten der Stadt Münster. Bedeutende Namen wie Allardt, Alerdinck, von Manger oder Weiß tauchen hier auf. Ob als Ansicht, aus der Vogelperspektive oder als exakte Grundrißdarstellung, die Karten geben Zeugnis von der historischen Größe und Bedeutung der Stadt, aber auch von der siedlungsgeographischen Entwicklung des Stadtgebietes.
Ergänzt wird dieses kommunale Stadtkartenarchiv mit ca. 120 Einzelkarten durch das amtliche Katasterarchiv. Hier sind u.a. aus der Entstehungszeit des Liegenschaftskatasters farbige Urrisse, Übersichtshandrisse oder Flurübersichten gesammelt, die einen Einblick in die damalige Parzellenstruktur und die Nutzung der einzelnen Flächen erlauben. Flur- und Gewannennamen geben wertvolle Anhaltspunkte bei der Erforschung historischer Begriffe oder Ortsnamen sowie bei der Benennung neuer Straßen.
Stadtansicht von Frans Hogenberg (1572) - Format: 47 cm x 11,5 cm
1570 schuf Remigius Hogenberg die herrliche Ansicht der Stadt Münster. Diese wurde von seinem Bruder Frans Hogenberg im Jahre 1572 maßstabsgerecht verkleinert und auf die eigentliche Stadtansicht reduziert. Herausgegeben wurde sie dann in der sechsbändigen Sammlung von Stadtansichten Civitates Orbis Terrarum von Georg Braun und Frans Hogenberg in den Jahren 1572-1618.
Alerdinck (1636) - Format: 59 cm x 59 cm
Allardt (1648) - Format: 105 cm x 30 cm
Fliegerschaubild (1928) - Format: 61 cm x 47 cm
Von Manger (1839) - Format: 69 cm x 58 cm
Beckenstein (1648) - Format: 70 cm x 50 cm
Aufsicht der Stadt Münster aus der Vogelschau. Der Plan wurde 1648 von Simon Beckenstein nach einer Radierung von Everhard Alerdinck anlässlich der Vertragsverhandlungen zum Westfälischen Frieden herausgegeben.
Auf der linken Seite der Karte sind die Wappen der Verhandlungsdelegationen abgebildet. Eine Namensliste der Delegationen befindet sich auf der rechten Seite. Die jeweiligen Unterkünfte der Delegationen sind in der Karte gekennzeichnet.