Das Projekt zur Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen mit dem Titel „Gesund aufwachsen in … Münster“ soll settingübergreifend in Kita, Schule und Familie und Freizeit durchgeführt werden. Besonders das Setting Familie wird als wesentlicher Faktor für einen langfristigen Erfolg und eine anhaltende Gesundheitsförderung und –vorsorge gesehen.
Ziel des Modellprojektes ist es, die Gesundheit der Kinder im Allgemeinen und in sozial benachteiligten Familien im Besonderen zu verbessern. Dieses Hauptziel soll durch Maßnahmen zu den Themen Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung und Stärkung der Lebenskompetenzen bzw. Stärkung der Bewältigungsressourcen erreicht werden. Diese Themen sollen miteinander verknüpft werden und in die tägliche Arbeit der Einrichtungen über den Aufbau von Strukturen zur Gesundheitsförderung in und unter den Einrichtungen integriert werden. Dabei soll der Schwerpunkt auf die Beteiligung der Eltern gelegt werden, um Veränderungen im familiären Bereich zu erzielen und einheitliche Bedingungen in Schule, Kita und Familie zu ermöglichen. Weitere Themen der Gesundheitsvorsorge und des Gesundheitsschutzes, wie z. B. Unfallschutz, Impfung, Früherkennungsuntersuchungen, sollen einbezogen werden.
Das Gesundheitsamt hat mit dem Projekt „Gesund aufwachsen in … Münster“ am Wettbewerb „Besser essen. Mehr bewegen.“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilgenommen und gehört zu den 24 Projekten, die über 3 Jahre eine Förderung erhalten (s. auch unten). Das Projekt wird in Münster zunächst modellhaft von 2007 – 2008 im Stadtteil Berg Fidel „Gesund aufwachsen in … Berg Fidel“ durchgeführt und wurde 2009 auf den Stadtteil Coerde „Gesund aufwachsen in … Coerde“ übertragen.
Frauenfrühstück und Männerteestube
Alle Bewohnerinnen und Bewohner - jeder Nationalität - Berg Fidels sind beim Frauenfrühstück (freitags 9 bis 12 Uhr) und in der Männerteestube (donnerstags von 9 bis 12 Uhr) im Stadtteilhaus Lorenz-Süd willkommen. Weitere Informationen gibt es telefonisch beim Koordinator der Maßnahme Karim Mashkoori (4 92-54 47).
Ansprechpartnerin: Christine Menke
In der Stadt Münster leben zahlreiche Menschen mit Migrationshintergrund. Hier gibt es besondere Anforderungen an die gesundheitliche Versorgung, die die Sprachkompetenzen und den kulturellen Hintergrund berücksichtigen sollten. Neben den aufsuchenden Gesundheitshilfen, die in der Stadt Münster eine lange Tradition haben, wird seit August 2003 ein neuer Weg in der Versorgung von Flüchtlingen und Migranten eingeschlagen.
Das Gesundheitsamt der Stadt Münster ist Kooperationspartner im bundesweiten Projekt „MIMI“ des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen mit dem Ethnomedizinischen Zentrum in Hannover. MIMI steht hier für “Mit Migranten für Migranten“. In Unterrichtsstunden werden Migranteninnen und Migranten zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen geschult, um dann später selbst in ihren Muttersprachen Migranten zu schulen. Da das Projekt sehr erfolgreich ist, wird es in Münster weitergeführt.
Ansprechpartner: Herr Karim Mashkoori
Bereits in der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr eines Menschen werden die Weichen für die spätere Gesundheit gestellt. Deshalb ist es entscheidend, dass Mutter und Säugling in diesen Phasen eine gute gesundheitliche Versorgung bekommen. Nicht allen Schwangeren ist aber das in Deutschland übliche Vorsorgeprogramm bekannt, andere finden aus unterschiedlichen Gründen nicht den Weg in eine optimale Betreuung. Hier setzt das Gesundheitsamt mit seinem Projekt "Familienhebamme" an. Eine Hebamme mit eigenem Migrationshintergrund und hohen Sprachkompetenzen betreut Schwangere während der Schwangerschaft und über die Geburt hinaus. Bei Bedarf erstreckt sich die Betreuung bis zum ersten Geburtstag des Kindes. Die Hebamme arbeitet eng mit den niedergelassen Ärztinnen, Ärzten und weiteren Institutionen zusammen.
Ansprechpartnerin: Dr. Dagmar Schwarte
Obwohl es in Münster ein großes Netz von Arztpraxen, Krankenhäusern und sonstigen Einrichtungen der Gesundheitsversorgung gibt, schaffen es nicht alle Einwohner, dieses System der Gesundheitsversorgung optimal für sich zu nutzen. Die Gründe hierfür sind vielfältig, mangelnde Sprachkenntnisse, fehlendes Wissen über Zugangswege oder familiäre Probleme sind nur einige Beispiele. Um allen Münsteranerinnen und Münsteranern eine möglichst gute Versorgung zu ermöglichen, bietet das Gesundheitsamt der Stadt seit Jahren die aufsuchenden Gesundheitshilfen an. Mitarbeiter/-innen des Amtes klären hier bei Hausbesuchen den Bedarf und vermitteln in enger Kooperation mit niedergelassenen Ärztinnen, Ärzten und Institutionen in die notwendige Behandlung.
Im Stadtteilbüro Coerde der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Nerzweg 9, Tel. 24 62 63, bietet Herr Mashkoori alle 2 Wochen eine offene Sprechstunde montags von 14 bis 16 Uhr an.
Zur Erleichterung der Suche nach einer Arztpraxis, in der bestimmte Sprachen gesprochen werden, hat das Gesundheitsamt den Wegweiser "Gesundheit in verschiedenen Sprachen" zusammengestellt.
Ansprechpartner: Herr Karim Mashkoori
Christine Menke
Tel. 02 51/4 92-53 88
Adresse
Stühmerweg 8
Fax 02 51/4 92-77 91