Das Gesunde Städte-Netzwerk ist ein auf Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1986 gestartetes Projekt. In Deutschland wurde das Netzwerk 1989 gegründet. Weltweit beteiligen sich über 1.000 Städte an dem Projekt, in der Bundesrepublik sind es zurzeit 62 Städte, Kreise oder Bezirke.
Ziel des Projektes ist die Entwicklung von gesundheitsfördernden Prozessen und Strukturen in allen Lebensbereichen (Leitbild "Gesunde Stadt"). Die Mitglieder verpflichten sich dazu, die Gesundheitsförderung zu einer kommunalpolitischen Aufgabe weiterzuentwickeln. Darüber hinaus profitieren die Kommunen von dem Informations- und Erfahrungsaustausch untereinander.
In Münster wurde am 10.09.1997 der Ratsbeschluss zum Beitritt zum Gesunde Städte-Netzwerk gefasst, am 14.11.2001 die Weiterführung der Mitgliedschaft bestätigt. Mit dem Beitritt zum Gesunde Städte Netzwerk hat sich die Stadt Münster dem 9-Punkte-Programm verpflichtet.
So ist Dr. Claus Weth, Gesundheitsplaner der Stadt Münster, als Koordinator verantwortlich für die kommunale Gesunde Städte-Arbeit. Für die Vertretung der Seite der Selbsthilfe und Initiativen wurden Gertrud Wietholt von der Kinderneurologie-Hilfe Münster e.V. (Tel. 02 51/29 78 48) und Renate Ostendorf von der miks (Tel. 02 51/51 12 63) benannt. Sie vertreten Münster auf den jährlich stattfindenden Mitgliederversammlungen. Alle 4 Jahre trägt die Stadt einen Erfahrungsbericht vor. Gleichzeitig wird auch dem Rat der Stadt Münster berichtet, der dann über die weitere Arbeit beschließt.
Auf der Mitgliederversammlung des Gesunde Städte-Netzwerkes 2001 in Berlin wurde die Stadt Münster für das Gesundheitshaus als ein erfolgversprechendes Organisationsmodell einer gesundheitsfördernden, vorbeugenden und kooperativen Stadtpolitik mit dem Gesunde Städte-Preis 2001 ausgezeichnet.
Münster hat die Mitgliederversammlung 2003 und ein anschließendes "Gesundheit lebenslang - finanzierbar?!" ausgerichtet.
Seit Juni 2004 hat die Stadt Münster die Geschäftsstelle des bundesweiten Netzwerkes übernommen.
Dr. Claus Weth
Tel. 02 51/4 92-53 02
Adresse:
Stühmerweg 8
Fax 02 51/4 92-77 91