
Logo von 'Münster. Fair' - Aktionsplan Europäische Charta Gleichstellung
Unter dieses Motto stellt die Stadt Münster ihren Beitrag zur „Europäischen Charta für die Gleichstellung von Männern und Frauen auf lokaler Ebene“. Seit mehr als zwanzig Jahren wird gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern aktiv für die Gleichberechtigung in Münsters Stadtgesellschaft gearbeitet. Zu vielen in der Charta benannten Handlungsfeldern gibt es schon seit langem Konzepte, Maßnahmen und funktionierende Systeme.
Am 19. Oktober 2011 hat der Rat der Stadt Münster einstimmig den ersten Aktionsplan zur Europäischen Charta in Münster verabschiedet. Mit rund 50 Maßnahmen und Zielen bietet er in allen Handlungsfeldern der Charta eine breite Palette von Zielen und Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Chancengleichheit in Münster.
Die mit dem Charta-Beitritt verbundene Aufgabe, einen Aktionsplan aufzustellen, wurde in der Verwaltung zum Anlass genommen, den eigenen Standort in der Verwirklichung der Gleichberechtigung zu prüfen, Maßnahmen weiter zu entwickeln und, wo nötig, Ziele anzupassen oder neu zu bestimmen. Auch der Ausschuss für Gleichstellung und der Rat nutzten in intensiven Diskussionen ihre Möglichkeiten zur politischen Gestaltung der Gleichstellungsarbeit.
In einzelnen Handlungsfeldern wurden mit dem Aktionsplan auch Ziele und Aufgaben der Gleichstellung deutlicher als bisher mit Blick auf die Geschlechterbalance ausgerichtet.. Dort, wo gesellschaftliche Veränderungsprozesse erkennbar unterschiedliche Wirkung auf oder Bedeutung für die Lebenswirklichkeit von Männern und Frauen haben (zum Beispiel häusliche Gewalt, Bildung, Gesundheit, Alter), wurden auch Maßnahmen und Projekte für Jungen und Männer benannt.
Zur Vorbereitung auf den Aktionsplan war zuvor eine Bestandsaufnahme der von der Stadt bereits erbrachten Beiträge und Maßnahmen rund um das Thema Chancengleichheit erstellt worden. Auf dieser Grundlage erarbeitete die Verwaltung den Entwurf für den Aktionsplan.
Ganz im Sinne der Charta sind im nächsten Schritt politisch und bürgerschaftlich organisierte Vertreterinnen und Vertreter sowie eine breite Fachöffentlichkeit beteiligt worden. Am 26. Januar 2011 fand die Veranstaltung "Denkfabrik Chancengleichheit Münster - Beiträge zum Aktionsplan 2011 - 2013" statt. Ein Teil der dort gesammelten Vorschläge und Anregungen wurden nach weiteren fachlichen Prüfungen in den Entwurf des Aktionsplans eingearbeitet und im Mai 2011 dem Rat vorgelegt.
Die Umsetzung des Aktionsplans in den Dezernaten und Ämtern wird durch das Frauenbüro begleitet. Eine Zwischenberichterstattung an den Ausschuss für Gleichstellung ist vorgesehen. Der Abschlussbericht in 2013 wird Maßnahmeempfehlungen zur Fortschreibung des Aktionsplans enthalten.