
27 Männer und eine Frau bilden heute die Einsatzabteilung des Löschzugs Kinderhaus. Schon lange vor der Jahrhundertwende gab es in Kinderhaus eine Pflichtfeuerwehr, die der Gemeinde St. Mauritz unterstellt war. 1903 wurde Kinderhaus nach Münster eingemeindet, seither gibt es die Freiwillige Feuerwehr. Die erste Ausrüstung kam aber dann erst vier Jahre später. Dafür hatten die Kinderhauser 1946, unmittelbar nach den Kriegswirren, die Nase vorn: Sie bekamen - als Löschzug im zunächst bescheidenen Rahmen wieder formiert - ein schweres Löschgruppenfahrzeug aus Vorkriegsbeständen zugewiesen. Damit stellten sie die erste, wieder voll einsatzfähige Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Münster. Die Älteren in Kinderhaus werden sich noch erinnern: Früher war das Feuerwehr-Domizil - klein, aber fein - an der Grevener Straße.
Seit 1964 ist der Löschzug im Gerätehaus am Wangeroogeweg 9 untergebracht, zwei moderne Großfahrzeuge (LF 16/12 und LF 16 TS) sowie ein Mess- und Warnfahrzeug (VW-Bulli) stehen heute zur Verfügung.
Zu den Hauptaufgaben des Löschzuges gehören neben der Sicherstellung des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung innerhalb des eigenen Einsatzbezirkes sowie nach Alarm- und Ausrückordnung innerhalb des Stadtgebietes, auch die Warnung der Bevölkerung vor besonderen Gefahren und der Nachweis von Schadstoffemissionen. Eine weitere "Zusatzaufgabe" für den Löschzug ist es, die Wache 1 der Berufsfeuerwehr bei Bedarf zu besetzen. Für eine medizinische Erstversorgung verfügt der Löschzug über mehrere, speziell als Rettungssanitäter oder Sanitätshelfer ausgebildete Kameraden.


Funkrufname: 6-44-1
Ein Löschfahrzeug, dass vornehmlich zur Menschenrettung, Brandbekämpfung sowie zur Durchführung von technischen Hilfeleistungen eingesetzt wird.
Zur Beladung gehören:
Zur Menschenrettung: dreiteilige Schiebleiter, vierteilige Steckleiter, Klappleiter, Hakenleiter, Sprungpolster (SP 16, System Lorsbach), Sprungtuch, Rettungsrucksack, Krankentrage
Zur Brandbekämpfung/Wasserförderung: eine eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe FP 16/8, (d.h. min. 1.600 Liter Wasserförderung in einer Minute, bei 8 bar), ein Löschwassertank von 1.600 Litern, 120 Liter Schaummittel in Kanistern, ein 50m Schnellangriff, 3 C-Schlauchtragekörbe und 3 B-Schlauchtragekörbe, eine fahrbare B-Schlauch-Haspel am Heck des Fahrzeuges, Tauchpumpe (TP 4), Wassersauger, Kaminfeger-Werkzeug, Digitale Wärme-Messsonde, 4 freitragende Isoliergeräte (Preßluftatmer BD 96) mit Atemanschlüssen, 5 Atemanschlüsse mit Kombinationsfiltern, löschwasserführende Armaturen.
Zur technischen Hilfeleistung: hydraulisches Rettungsgerät, Hochdruck - Hebekissen, 8 kVA Stromerzeuger, elektrisch betriebener Lichtmast am Heck des Fahrzeuges (2 x 1000W), Motorsäge, Trennschleifer, Beleuchtungssatz (Stativ, Brücke, zwei Scheinwerfer je 1000W, Abspannmaterial), Handwerkzeugkasten, Elektrowerkzeugkasten.

Funkrufname: 6-45-1
Ein Löschfahrzeug, daß vornehmlich zur Menschenrettung, Brandbekämpfung, Löschwasserförderung über lange Strecken sowie zur Durchführung von einfachen technischen Hilfeleistungen eingesetzt wird.
Zur Beladung gehören:
Zur Menschenrettung: dreiteilige Schiebleiter, vierteilige Steckleiter, Klappleiter, Rettungsrucksack, Krankentrage.
Zur Brandbekämpfung/Wasserförderung: eine eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe FP 16/8 (d.h. min. 1.600 Liter Wasserförderung in einer Minute, bei 8 bar), eine eingeschobene Feuerlöschkreiselpumpe FP 8/8 (d.h. mind. 800 Liter Wasserförderung in einer Minute, bei 8 bar), 120 Liter Schaummittel in Kanistern, 600 Meter B-Schlauch, 4 frei tragende Isoliergeräte ( Preßluftatmer BD 96) mit Atemanschlüssen, 5 Atemanschlüsse mit Kombinationsfiltern, Tauchpumpe (TP 4), div. löschwasserführende Armaturen.
Zur technischen Hilfeleistung: Motorsäge, Handwerkzeugkasten, Elektrowerkzeugkasten.

Funkrufname: 6-96-1
Ein Gerätewagen, der vornehmlich zur Warnung der Bevölkerung sowie zum Nachweis von Schadstoffemissionen eingesetzt wird. Die Beladung besteht aus:
Einer Lautsprecheranlage mit Digi-Warngerät zur Warnung der Bevölkerung vor besonderen Gefahren, Material zum Nachweis von Schadstoffemissionen: Meßgeräte, Fachliteratur, 4 Schutzanzüge, 4 freitragende Isoliergeräte (Preßluftatmer BD 96) mit Atemanschlüssen
Fachgruppe 1 Ausbildung/Personal
Betreuung junger Kameraden, Wacheinteilungen, Lehrmittelverwaltung, Sonderausbildung MWF, Sicherheit
Fachgruppe 2 Technik
Fahrzeuge und Geräte, Bekleidung, Funkmelder, Gerätehaus, I. u. K.-Technik
Fachgruppe 3 interne Angelegenheiten
Atemschutz, Diensttauglichkeit, Brandschutzerziehung, Versorgung, Dienstsport
Fachgruppe 4 Verwaltung/Korrespondenz
Archiv, Korrespondenz, Mitgliederdaten, Fahnenabordnung
Löschzug Kinderhaus
Wangeroogeweg 9
48159 Münster
Löschzugführer
Brandinspektor
Horst Hülsken
Janningsweg 48a
48159 Münster
Tel. 02 51/26 25 40
Fax 02 51/26 25 47
h-huelsken@t-online.de
Stellv. Löschzugführer
Brandinspektor
Jürgen Hülsken
Adolf-Reichwein-Straße 14
48159 Münster
Tel. 02 51/21 37 98
JHuelsken@t-online.de
Jugendfeuerwehr
Hauptbrandmeister
Oliver Jonnek
Grevener Straße 436
48159 Münster
ojonnek@yahoo.de