
Im Jahre 1911, drei Jahre nach Gründung der Wehr, war das erste Gerätehaus bezugsfertig. Damals nannte man es noch Spritzenhaus, doch schon 16 Jahre später war es zu klein geworden. Während des Krieges wurde aus dem Löschzug eine Hilfspolizei für den Sicherheits-, Hilfs- und Luftschutzdienst.
Erst nach Kriegsende erfolgte der Wiederaufbau. Heute verfügt der Zug über ein TLF 16/25 und ein LF 16 TS. Als Sondergerät wird der Lichtmast-Anhänger im ganzen Stadtgebiet eingesetzt.
Kameradschaftlich in Freundschaft verbunden sind die Gievenbecker der Freiwilligen Feuerwehr in Remscheid-Lüdorf. Außerdem haben sie eine 17 Mann starke Alters- und Ehrenabteilung.

LF 5, Funkrufname 05-23-1
Dieses Fahrzeug rückt mit maximal neuen Feuerwehrleuten nach dem TLF-16/25 aus und ergänzt dessen Einsatz durch das mitgeführte Personal und Material.
In erster Linie stellt dieses Fahrzeug die Wasserversorgung her. Für diese Aufgabe ist es mit zwei Feuerlöschkreiselpumpen ausgestattet. Eine davon ist fest in das Fahrzeug eingebaut und hat eine Leistung von 1600 Litern pro Minute.
Die zweite Pumpe ist tragbar und ermöglicht das Entnehmen von Löschwasser aus Gewässern, die mit Fahrzeugen nicht erreicht werden können. Sie hat eine Leistung von 800 Litern pro Minute. Das Wasser kann durch Schläuche dann auf einer Distanz von max. 600 Metern gefördert werden.
Für die Brandbekämpfung bietet dieses Fahrzeug neben der sichergestellten Wasserversorgung weiteres Schaummittel (120 Liter in Kanistern) und eine erweiterte persönliche Schutzausrüstung für die Mannschaft an. Vier Hitzeschutzanzüge ermöglichen den Feuerwehreinsatz im Nahbereich sehr heißer Brände.
Für den Bereich der Technischen Hilfeleistung ist dieses Fahrzeug allerdings geringer ausgestattet. Eine Motorkettensäge erlaubt das Beseitigen von Bäumen, eine Tauchpumpe das Entleeren voll gelaufener Keller und ein hydraulisches Hebesystem das Anheben von Lasten höchstens zehn Tonnen.
Die auf dem Fahrzeug verlasteten Leitern sichern eine maximale Steighöhe von zwölf Metern.

TLF 5, Funkrufname 05-23-1
Das Tanklöschfahrzeug ist bei der Brandbekämpfung das wichtigste Einsatzfahrzeug. Der Wassertank ermöglicht eine sofortige Brandbekämpfung nach Eintreffen an der Einsatzstelle. Mit den mitgeführten 2500 Liter Wasser lassen sich kleinere Brände (z. B. Pkw-Brände) meist vollständig löschen. Deshalb rückt das TLF zu allen Bränden als erstes Fahrzeug aus.
Besonderheiten

ABC-ErkKW 5, Funkname 05-93-01
Das Fahrzeug ABC-ErkKW dient dem Messen, Spüren und Melden radioaktiver und chemischer Kontamination, der suche nach radioaktiven Trümmern und der Kennzeichnung und messtechnischen Überwachung kontaminierter Bereiche auch abseits befestigter Wege. Die Besatzung besteht aus vier Personen.
Mit der verlasteten Ausstattung können radiologische und chemische Messwerte sowie die Ortskoordinaten automatisch erfasst und – soweit erforderlich – nach rechnergestützter Aufbereitung an die Leitstelle übermittelt werden. Sowohl Probennahme als auch die Erfassung lokaler Wetterdaten ist mit der Ausstattung des Fahrzeugs möglich. Für zwei Personen werden Preßluftatmer und Chemikalienschutzanzüge mitgeführt.

MWF 5, Funkrufname 05-96-01
Dieser Gerätewagen gilt als Sonderfahrzeug der Feuerwehr und wird innerhalb des Löschzuges zum Nachführen von Personal (Max. acht Feuerwehrleute) und Geräten zur Einsatzstelle eingesetzt. Seine Hauptaufgabenfelder, das Messen und Aufspüren radioaktiver und chemischer Gefahrstoffe, sowie die Warnung der Bevölkerung vor besonderen Gefahren, erledigt dieses Fahrzeug mit speziell geschulten Personal im Gefahrstoffzug der Feuerwehr Münster.
Der Zug bildet sich aus einer Kerneinheit, die an der Feuerwache 1 stationiert ist, einer Dekontaminationseinheit beim Löschzug Kemper und fünf dezentralen Mess- und Warneinheiten wie in diesem Fall beim Löschzug Gievenbeck. Das Fahrzeug ist für diese Aufgabe mit einer speziellen Schutzausrüstung für vier Feuerwahrleute und verschiedenen Messgeräten ausgestattet. Die gewonnen Messergebnisse (u. a. können auch Proben entnommen werden) werden an die Kerneinheit übermittelt und dann zentral ausgewertet.

Als weitere Sonderaufgabe übernahm der Löschzug Gievenbeck im Jahre 1996 einen sogenannten „LIMA“. Der Lichtmast ist auf 8 Meter ausfahrbar und mit sechs 1500W Halogenscheinwerfen und einem 20 kVA Stromaggregat ausgestattet. Besonders geeignet ist er bei großflächigen Einsatzstellen. Aufgrund der Höhe der Scheinwerfer ist ein blendfreies und somit sicheres Arbeiten möglich.
Technische Daten:
Angetrieben wird die Anlage von einem VW-Käfermotor mit einer Leistung von 20 kW. Außer zur Lichterzeugung kann der LIMA auch als Netzersatzanlage genutzt werden. Der Lichtmast wird bei Bedarf im gesamten Stadtgebiet eingesetzt.
Löschzug Gievenbeck
Bernings Kotten 16
48161 Münster
Löschzugführer
Brandinspektor
Norbert Kreuzheck
Ramertsweg 51
48161 Münster
02 51/86 37 47
Stellv. Löschzugführer
Oberbrandmeister
Günter Remke
Roxeler Str. 390 a
48161 Münster
02 51/86 13 05
Sie erreichen den Löschzug auch per Mail:
ffmslz05@muenster.de