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Der Krankentransport

Krankentransportwagen

Aufgabe des Krankentransportes ist die Beförderung von Patienten, die während des Transportes eine fachliche Betreuung benötigen, aber keine Notfallpatienten sind. Typische Aufgabenbereiche des Krankentransportes sind:

  • Transporte zur ambulanten klinischen Versorgung
  • Krankenhauseinweisungen durch den Hausarzt oder kassenärztlichen Notdienst
  • Transporte zu speziellen Diagnose- und Therapieeinrichtungen im Rahmen der klinischen Behandlung
  • Verlegungstransporte zur weitergehenden klinischen oder pflegerischen Versorgung
  • Heimtransporte nach klinischer Behandlung
  • Infektionstransporte
  • Inkubatortransporte

Wenn auch der Krankentransport nicht der gleichen zeitlichen Dringlichkeit unterliegt wie die Notfallrettung, so sind doch viele Transporte an feste Termine gebunden. Um diese Terminfahrten zum geplanten Zeitpunkt durchführen und den Bedarf an nicht termingebundenen Krankentransporten innerhalb einer angemessenen Zeit decken zu können, stehen dem Rettungsdienst der Stadt Münster in der Spitzenzeit bis zu zehn Krankentransportwagen zur Verfügung.

Die Anzahl wird auf Grundlage eines Funktionsplanes an den Bedarf angepasst. Zwischen 22 und 7 Uhr werden Krankentransporte durch ständig besetzte Fahrzeuge der Notfallrettung, sogenannten Rettungswagen (RTW) durchgeführt, so dass in dieser Zeit keine Krankentransportwagen vorgehalten werden müssen. Hierdurch wird die Wirtschaftlichkeit des gesamten Rettungsdienstes verbessert.


Personal im Krankentransport

Neben den Mitarbeitern der Berufsfeuerwehr Münster und deren Zivildienstleistenden sind im Krankentransport auch der Arbeiter-Samariter-Bund, die Malteser Unfallhilfe, das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter-Unfallhilfe eingebunden. Sie stellen Personal und erforderliche Krankentransportwagen zur Verfügung.

Die Fahrerin/der Fahrer eines Krankentransportwagens hat mindestens die Qualifikation als Rettungshelfer(in). Zur Betreuung der Patientin/ des Patienten ist eine Mindestqualifikation als Rettungssanitäter(in) vorgeschrieben. So ist sichergestellt, dass auch Notfälle im Rahmen von Krankentransporten sachgerecht versorgt werden können. Neben der regelmäßigen Teilnahme an den gesetzlich vorgeschriebenen Fortbildungsveranstaltungen, die durch die beteiligten Hilfsorganisationen eigenverantwortlich durchgeführt und gegenüber dem Träger des Rettungsdienstes nachgewiesen werden müssen, ist die Teilnahme an einer eintägigen Einführungsveranstaltung für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankentransport verpflichtend. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden den Teilnehmern die Organisation und Struktur des Rettungsdienstes sowie die allgemeinen Standards und Arbeitsabläufe im Krankentransport vermittelt.


Fahrzeuge und Ausstattung im Krankentransport

Die im Krankentransport der Stadt Münster eingesetzten Fahrzeuge entsprechen der Norm DIN EN 1789. Ferner wird seit 2002 auf jedem Krankentransportwagen ein Frühdefibrillator vorgehalten, der es im Bedarfsfall ermöglicht, neben der entscheidenden Maßnahme der Herz-Lungen-Wiederbelebung, die Überlebensrate weiter zu verbessern. Im Krankentransport sind Fahrzeuge von Mercedes Hoch-Lang auf Basis E-Klasse, Transporter auf T 4 / T 5 bzw. Ford Transit Basis oder Modelle der Sprinterklasse (DB) eingesetzt. Alle Fahrzeuge entsprechen der Norm.


Baby-Notarzt

Baby-Notarzt-Wagen

Zum Transport von Neu- und Frühgeborenen hält die Feuerwehr Münster ein Spezialfahrzeug bereit, den sogenannten "Baby-NAW". Es handelt sich um ein luftgefedertes Fahrzeug zum besonders schonenden Transport der kleinen Patienten. Im Einsatzfall wird ein Team aus einer Kinder-Krankenpflege-Fachkraft und einem Facharzt für Kinderheilkunde am aufnehmenden Krankenhaus aufgenommen. Das Neugeborene wird in einem Transport-Inkubator ("Brutkasten") sicher und schonend zur Kinder-Intensivstation gebracht. Der Baby-Notarztwagen ermöglicht den raschen Transport von Kindern, die in einem Krankenhaus ohne eigene Kinderintensivstation zur Welt gekommen sind, danach aber einer Intensivtherapie bedürfen.


Intensivtransport

Transportausstattung für Intensivpatienten

Zum Rettungsdienst gehört die Beförderung von bereits klinisch erstversorgten Notfallpatienten zwischen Behandlungseinrichtungen, sofern es sich um zeitkritische Notfalleinsätze handelt. Für diese Verlegung von Notfallpatienten unter intensivmedizinischen Bedingungen sind spezifische Anforderungen für die Ausstattung der Rettungsmittel, insbesondere die ärztliche Qualifikation des Notarztes, zu erfüllen.

Der geplante Transport von Patienten zwischen Intensivstationen der Krankenhäuser (Interhospitaltransport) ist ebenfalls Aufgabe des Rettungsdienstes. Intensivpatienten müssen beispielsweise verlegt werden, weil sich ihr Zustand soweit verschlechtert hat, dass sie in ein leistungsfähigeres Krankenhaus mit weitergehenden Operationsmöglichkeiten verlegt werden müssen.

Diese Transporte stellen eine besondere Herausforderung an Personal und Ausstattung dar, denn dass Niveau der Versorgung des Intensivpatienten darf sich während des Transportes nicht von dem der Intensivstation unterscheiden. Die Feuerwehr Münster hält für Interhospitaltransporte einen speziellen Rettungswagen vor, dessen Ausstattung um Geräte aus der Intensivmedizin erweitert ist. Hierzu gehören Spritzenpumpen und ein besonderes Beatmungsgerät.


Ansprechpartner

Dirk Schwichtenhövel
Telefon: 02 51/20 25-82 31
SchwichtenhoevelD
@stadt-muenster.de