
Die Alarm- und Ausrückeordnung legt fest, mit welchen Einsatzmitteln (Fahrzeuge und Geräte) sowie mit welcher Mannschaftsstärke auf die verschiedenen Notrufe reagiert wird. Zur Einordnung der Vielzahl möglicher Einsatzmeldungen stehen ca. 70 Einsatz- Stichwörter zur Verfügung. Zu jedem Einsatz-Stichwort ist im Einsatzleitrechner in der Leitstelle der Berufsfeuerwehr Münster eine Einsatzmittelkette hinterlegt, in der festgelegt wird, welche Fahrzeuge mit welcher Besatzung ausrücken. Zum Beispiel wird auf eine unbestimmte Brandmeldung mit der Entsendung von zwei Löschgruppenfahrzeugen, einer Drehleiter, einem Tanklöschfahrzeug, einem Rettungswagen sowie einem Einsatzleitwagen reagiert.
Die Besatzung dieser Einheiten umfasst zusammen 18 Einsatzkräfte, davon 16 für die Brandbekämpfung und zwei für rettungsdienstliche Aufgaben. Im Kernbereich der Stadt Münster rückt die Berufsfeuerwehr Münster zunächst alleine aus. In den außen liegenden Stadtteilen wird parallel zum jeweils zuständigen Löschzug der Berufsfeuerwehr auch der örtlich zuständige Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Münster alarmiert. Diese Regelung gilt für 15 der 20 Münsteraner Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr. Bei Nichtverfügbarkeit eines Löschzuges der Berufsfeuerwehr (z. B. aufgrund mehrerer paralleler Einsätze) werden auch die fünf Innenstadt-Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr anstelle der Berufsfeuerwehr alarmiert.
Alle Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Münster stehen bei größeren oder lang andauernden Einsätzen zur Verstärkung oder Ablösung der Berufsfeuerwehr Münster oder der Entsendung von speziellen Fahrzeugen zur Verfügung. Die entsprechende Zuständigkeit bzw. die Reihenfolge im Vertretungsfall (rote Ziffern) ist aus der Grafik zu entnehmen. Die Zuständigkeit der Berufsfeuerwachen 1 und 2 werden durch die schwarze durchgehende Linien gekennzeichnet. Die Grenzen des primären Ausrückbezirkes der freiwilligen Einheiten ist durch rote Linien ersichtlich.