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Handlungsfeld "Boden":

Thema:
Strategien interkommunaler Wohnbauflächenkooperation und regionaler Wohnungsmarkt
Stadt: Münster
Handlungsfeld: Haushälterisches Bodenmanagement
Kurzbeschreibung:
Fotos: Beispiele für Wohnvielfalt
Eine nachhaltige Siedlungsentwicklung kann nicht an den Stadtgrenzen aufhören. Das Bausteinprojekt I.5 suchte daher nach Ansatzpunkten für eine interkommunale Abstimmung der Wohnsiedlungspolitik in der Stadtregion Münster. Dazu wurden die Trends und Rahmenbedingungen der Siedlungsentwicklung ermittelt und unter Berücksichtigung der Interessenslagen der Kommunen Vorschläge für einen sparsameren Umgang mit den vorhandenen Wohnsiedlungsflächen und für eine Weiterentwicklung der Siedlungsstruktur nach dem Leitbild der Nachhaltigkeit entwickelt und mit guten Beispielen aus der Region dokumentiert.
Nach der Abgrenzung der Wohnungsmarktregion Münster wurden die Trends der bisherigen Siedlungsentwicklung analysiert und ihre Rahmenbedingungen in Gesprächen mit den wichtigsten Akteuren ermittelt. Die statistische Analyse belegte die Entstehung eines Mietwohnungsmarktes in den suburbanen Gemeinden und einen kontinuierlichen Rückgang der Grundstücksfläche für neugebaute Wohnungen.
In vier Gemeinden, die repräsentativ für die Gemeindetypen im engeren Verflechtungsbereich sind (Drensteinfurt, Greven, Laer und Nottuln), wurde die Wohnsiedlungspolitik im Detail recherchiert und in Abstimmung mit den Kommunen nach Kriterien einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung bewertet, die aus der Fachdiskussion für den suburbanen Raum abgeleitet wurden.
Die Potenziale und Handlungsspielräume für ein haushälterisches Bodenmanagement wurden anhand von zehn "guten Beispielen" aus der Stadtregion dokumentiert. Sie belegen ein breites Spektrum von Strategien zur Dämpfung der Grundstückspreise und Steuerung der Siedlungsentwicklung durch kommunales Baulandmanagement, zur flächensparenden Bauleitplanung und zum ökologischen Bauen. Die Bereitschaft zur regionalen Arbeitsteilung ist zwar noch gering entwickelt, die Bereitschaft zu einem besseren Informationsaustausch wurde aber deutlich artikuliert.
Aktueller Stand: Das Projekt ist abgeschlossen. Ein Abschlussbericht liegt vor. Die im Projektverlauf erarbeiteten Empfehlungen werden in Kooperation mit Gemeinden der Stadtregion thematisiert und so weit als möglich umgesetzt. Zur Zeit werden die drei Möglichkeiten einer gemeinsamen "regionalen Wohnungsmarktbeobachtung" erörtert.
Verknüpfungen mit anderen Bausteinen in der Modellstadt: Das Projekt wird in enger Abstimmung mit dem Pilotprojekt "Voraussetzungen interkommunaler Zusammenarbeit in der Stadtregion Münster" durchgeführt
Ansprechpartner Modellstadt: Klaus Uplawski, Tel. 02 51/ 4 92-61 15 und
Dr. Thomas Hauff, Tel. 02 51/ 4 92-61 35, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Beauftragte Dritte: Prof. Dr. Volker Kreibich und plan-lokal, Dortmund
Laufzeit: 1998 - 2000
Zusatzinformationen:
  • Karte der Region (90 kB)
  • Stadt Münster (Hrsg.): Regionaler Wohnungsmarkt. Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtplanung 2/2000. Münster

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