Es ist schon etwas Besonderes, in einem Denkmal mitten in der Stadt zu wohnen. Diese Gebäude haben ihren eigenen Stil, bieten eine besondere Atmosphäre, erzählen „ihre“ Geschichte.
Besonders begehrt sind in Münster Schmuckstücke aus der Kaiserzeit oder Gründerzeit, wie sie im Ost- und Kreuzviertel stehen. Großzügige Grundrisse, ein schmuckes Entree, eine edle Innenausstattung mit Deckenstuck und Parkettböden – ein ideales Ambiente für gehobene Ansprüche. Dazu die Qualität des Wohnumfelds, die Mischung unterschiedlicher Wohnformen und die zentrale Lage zu den urbanen „Annehmlichkeiten“ – kein Wunder, dass diese Viertel so beliebt sind.
Geht man durch die Raesfeldstraße, fällt einem schon von Weitem das Eckhaus Dettenstraße 10 auf. Hier zeigt sich selbstbewusst großbürgerliches Wohnen um 1900/05. Die Fassade ist aufwändig gestaltet mit Dekorationsformen der Spätgotik und Renaissance. Herausragende Schmuckelemente sind die Steinpfostenfenster, der Fachwerkgiebel und die Bekrönung des Einganges.
Doch so sah das Haus nicht immer aus. Im Zweiten Weltkrieg verlor es seinen Schildgiebel, und noch bis 1985 war sein Allgemeinzustand eher beklagenswert.
Nach einer gelungenen Gesamtrenovierung dominiert das Haus heute wieder zu Recht das Straßenbild. Dank einer alten Fotovorlage sogar mit einem – leicht vereinfachten – Schildgiebel.
Ja, ein denkmalgeschütztes Wohnhaus kann man nach eigenen Wünschen gestalten, ohne seinen Denkmalwert zu beeinträchtigen. Es macht allerdings mehr Mühe, als ein Fertighaus aufzustellen oder ein „normales“ Gebäude zu sanieren.
Nein, es gibt keine allgemeingültige Regel, welche Maßnahmen an einem Denkmal möglich sind und welche nicht. Ein Baudenkmal ist eben kein Haus von der Stange, jedes muss individuell betrachtet werden.
Deshalb: Wenn Sie ein Denkmal kaufen wollen, um es zu sanieren, umzubauen oder umzunutzen, sprechen Sie uns vorher an.
Ihre Denkmalbehörde