Denkmal

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Denkmal

Wie wird etwas zum Denkmal?

Für jedes Denkmal existiert eine Karteikarte. Sie enthält die Denkmalbegründung und alle wichtigen Daten.

Rund 1.500 Denkmäler in ganz Münster finden sich derzeit auf der Liste der städtischen Denkmalpflege. Aber wie sind sie dahin gekommen? Wer entscheidet, ob ein Gegenstand zu einem Denkmal wird? Politische Gremien? Der Denkmalpfleger nach Gutdünken? Hat der Besitzer vielleicht ein Wörtchen mitzureden?

Was ein Denkmal ausmacht, steht zunächst im Denkmalschutzgesetz. Doch mit dem Ankreuzen der drei wichtigsten Kriterien ist es da nicht getan, wie ein Blick in die 1980er-Jahre zeigt. Damals setzte die städtische Denkmalpflege zur ersten
umfassenden Bestandsaufnahme an:

Denkmalpfleger im Gespräch

Eine Kirche wird unter Denkmalschutz gestellt. Vertreter des Eigentümers und der Denkmalbehörden treffen sich zum Gespräch über Denkmalwert und weiteres Verfahren.

Zeitlos-modernes Wohnhaus des Architekten Kleffner

Manche Gebäude sind zeitlos modern, wie das Wohnhaus des Architekten Kleffner. Kaum zu glauben, dass es alt genug ist, einer abgeschlossenen Geschichtsepoche anzugehören und damit ein Baudenkmal zu sein.

Die Denkmalliste der Stadt Münster besteht aus vielen Karteikarten in Ordnern.

Die Denkmalliste der Stadt Münster besteht aus vielen Ordnern. In ihnen befinden sich die Karteikarten und alle weiteren wichtigen Vorgänge zu den 1.500 Denkmälern der Stadt.

Das Verfahren

Können sich Eigentümer und Denkmalbehörden über den Denkmalwert eines Objektes nicht einig werden, bietet das Verwaltungsgericht Rechtsschutz und überprüft die Begründung zur Eintragung in die Denkmalliste.

Seit der Bestandsaufnahme kamen und kommen immer noch neue Denkmäler hinzu. Wie geht das?

Der Anstoß kommt von

Die Denkmalpflege prüft nun das Objekt genau und begründet seinen Denkmalwert auf einer Karteikarte. So kann der Eigentümer heute und seine Nachfolger auch noch in 100 Jahren nachvollziehen, warum dieses Objekt schützenswert ist.
Außerdem sind auf der Karteikarte die wichtigsten Daten, wie die genaue Lage, das Baujahr, bauliche Veränderungen, aber auch ein Lageplan und einige Fotos vermerkt.

Ein freundliches Anschreiben, dem die Karte beigefügt ist, bereitet den Eigentümer auf die Unterschutzstellung vor. Er hat einen Monat Zeit, um die Angaben zu überprüfen, zu sehen, ob der Denkmalwert überzeugend dargelegt ist, und eventuelle Korrekturen oder Bedenken der Stadt mitzuteilen.
Ist das Denkmal schließlich unter Schutz gestellt, erhält der Eigentümer einen entsprechenden Bescheid und die Karte wird als Dokument der Eintragung beigefügt. Ist er nicht einverstanden, kann er innerhalb eines Monats Klage beim Verwaltungsgericht einreichen. Ist er einverstanden, gelten nach Ablauf der Monatsfrist für sein Objekt die Regeln des Denkmalschutzgesetzes.