Denkmal

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Denkmal

Warum Denkmalschutz und Denkmalpflege?

Kriegerdenkmäler sollten an die gefallenen Helden glorreicher Schlachten erinnern. Nach zwei Weltkriegen mit zahllosen Opfern an Soldaten und Zivilisten werden sie heute eher skeptisch beurteilt.

Kriegerdenkmäler in der Promenade oder das Denkmal des Kardinal von Galen am Domplatz wurden geschaffen, um an geschichtliche Ereignisse oder Personen zu erinnern. Die Denkmäler, von denen hier die Rede ist, wurden für alle möglichen Zwecke geschaffen: Es sind Kirchen, Adelshäuser, Geschäftshäuser, Wohnhäuser, Industrieanlagen, Warenspeicher. Sie wurden erst durch besondere Eigenschaften und herausragende Bedeutung als Dokumente einer Geschichtsepoche zu Denkmälern „geadelt“.

Denkmäler sind einzigartig, weil jedes eine individuelle Geschichte aufweist. Sie sind Zeugnisse von Lebens- und Arbeitsweisen im Zeitraum ihres Bestehens. Wir können an ihnen Bautechniken früherer Zeiten erkennen, die Lebensweise ihrer Bewohner oder die früheren Wohn- und Arbeitsverhältnisse, selbst Reichtum oder Armut lassen sich ablesen. Nicht zuletzt prägen sie die Einmaligkeit des Stadtbildes und der Stadtsilhouette.

Denkmäler sind für jeden sichtbare Träger einer traditionsreichen städtischen Kultur. Sie sind ererbte Schätze der Vergangenheit mit großem Wert für die Bürgerschaft einer Stadt, einer Landschaft, eines Landes usw. Sie sollen uns heute ein Geschenk der Vergangenheit sein und morgen auch den künftigen Generationen zur Verfügung stehen. Deshalb müssen sie vor unbedachtem Umgang oder gar Zerstörung geschützt werden und für eine dauerhafte Zukunft gepflegt werden.

Die „Villa am Wasser“ in Handorf-Sudmühle wurde als Clubhaus eines Schwimmvereins errichtet. Das traditionell geneigte Dach ist Reverenz an die Landschaft. Die Fassade mit der expressionistischen Ziegelarchitektur ist ganz auf der Höhe der Zeit.

Im Gegensatz dazu lockern sich die Sitten Anfang der 1930er-Jahre erst langsam. Noch bleiben die Damen unter sich. Doch die modernen Badeanzüge, die Anwesenheit der Jungen und die neugierigen Herren im Hintergrund sind erste Zeichen eines beginnenden Wandels.

Innenraum aus den 1930er Jahren mit moderner Heizung.

Der Innenraum aus den 1930er Jahren ist mit der modernsten Heizung seiner Zeit versehen. Von einem zentralen Brenner wird die heiße Luft über Kanäle im Haus verteilt.
Im Kachelofen wird die Wärme zusätzlich gespeichert und als Strahlungswärme wieder abgegeben.

Villa Terfloth

Noch heute lässt die herrschaftliche Villa am Kreuztor den Reichtum des Zuckerfabrikanten Terfloth erkennen. Einige Jahrzehnte durch städtische Institutionen genutzt, dient sie heute wieder als luxuriöses Wohnhaus.

Denkmal Kardinal von Galen

Das Denkmal Kardinal von Galens erinnert an eine der wenigen herausragenden Persönlichkeiten des Widerstandes gegen die Nationalsozialisten.