Stadtgestaltung

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Stadtgestaltung

Wie möbliert man eine Stadt?

Was passt ins Wohnzimmer? Was auf den Flur? Wo steht das Sofa? Welcher Bodenbelag passt zum Raum? Lässt er sich gut pflegen? Wie teuer wird es? Fragen, die jeder vom letzten Umzug kennt und die sich auch stellen, wenn es um die „Einrichtung“ für den öffentlichen Raum geht. Auch eine Stadt besteht aus Räumen mit verschiedenen Funktionen und unterschiedlichem Charakter. Es gibt Wohn- und Geschäftsstraßen, belebte und ruhige, weite und enge Räume...

Wie viele Möbel braucht der öffentliche Raum?

Wegweiser für Touristen

Der öffentliche Raum ähnelt einer Wohngemeinschaft.
Jeder „Bewohner“ hat spezielle Wünsche:

Erlaubt ist, was im Katalog steht

Buswartehalle mit Info-Stele

Wie lassen sich die verschiedenen Wünsche erfüllen, ohne dass das Stadtbild beeinträchtigt wird?
Zum Beispiel mit Gestaltungsprinzipien. Daraus resultieren für Neu- oder Umgestaltungen klare Vorgaben für Bodenbeläge, Lampen, Bänke und Bäume. Diese hat die Stadt Münster im „Gestaltungskatalog für Straßen, Plätze und Grünflächen der Stadt Münster“ schon 1984 festgeschrieben. Immer wenn die Stadt selbst plant und baut, ist er Grundlage, Abstimmungsinstrument und Entscheidungshilfe. Auch für Buswartehallen und die verschiedenen Werbeanlagen gibt es gesamtstädtische Gestaltungskonzepte.

Klare Regeln

Fahrradständer

Doch nicht nur die Stadt gestaltet den öffentlichen Raum.
Jeder der ihn nutzt, gestaltet das Stadtbild ein Stückchen mit, manchmal zeitweise, manchmal auf Dauer. Das gilt für den Infostand von Unicef wie für das Euro-City-Fest, für das Eiscafé mit einladenden Tischen unter Sonnenschirmen ebenso wie für den Bekleidungsladen, der seine Schnäppchen am Ständer vorm Eingang präsentiert.

Auf privaten Flächen kann, von wenigen Ausnahmen abgesehen, jeder selbst entscheiden, wie Infostand oder Kleiderständer aussehen, ob er näher an der Hauswand oder mehr zum Gartenzaun steht. Im öffentlichen Raum ist das anders, vor allem bei Münsters Markenzeichen, dem sensiblen Bereich der historischen Altstadt. Hier gibt es klare Spielregeln für solche sogenannten „Sondernutzungen“.