Stadtgestaltung

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Stadtgestaltung

Ein neuer Platz - vom Entwurf bis zum Ausbau

Ein neuer Platz - warum?
Ein Haus wird gebaut, sein Umfeld neu gestaltet.
Oder: Ein Platz wird verkehrsberuhigt.
Oder: Ein alter Platz soll erneuert werden.

Platz nehmen an der Königsstraße

Früher war der Adolph-Kolping-Platz ein Parkplatz. Doch der neue Ketteler'sche Hof verdiente ein einladenderes Umfeld. Heute präsentiert sich der Platz mit Bänken unter Bäumen, Außengastronomie und attraktiven Abstellplätzen für Fahrräder mit deutlich mehr Aufenthaltsqualität. Die Platanen haben großzügige Baumscheiben erhalten, und die öffentlichen Bänke ermöglichen das „Sehen und Gesehen-Werden“ Richtung Platz und Straße.

Dank der Pflasterung erweitert sich der Gehweg der Königsstraße zum Platz. Ein Quadrat aus drei Reihen Naturstein-Großpflaster gibt ihm Halt. Gleichwohl lässt die zurückhaltende graue Pflasterung das historische Pflaster der „Krummen Straße“ deutlicher hervortreten.

Startphase:
Was gibt es bei der Planung zu berücksichtigen? Wir fragen Ämter und Träger öffentlicher Belange (Tiefbauamt, Amt für Grünflächen und Umweltschutz, Behindertenkommission, Ordnungsamt, Verkehrsplanung, Abfallwirtschaftsbetriebe, Feuerwehr, Telekom, Post und andere mehr)

Entwurfsphase:
Der Griff zu Skizzenpapier und Bleistift und freie Bahn der Phantasie. Wir bringen mehrere Alternativen zu Papier. Vieles ist zu tun, noch ganz ohne Beschränkungen: Sichtachsen erkennen, Raum bilden, öffnen, Bezüge im Raum herstellen, Blickpunkte und Raumkanten entwickeln, markante Akzente und Wegebeziehungen herausbilden.
Damit nicht genug: mit Grün gestalten, Material und Verlege-Art für den Boden bestimmen, dabei auf Funktion und Erscheinungsbild achten, die Möblierung entwerfen: Bänke, Laternen, Abfalleimer etc.

Anpassungsphase:
Hält die Phantasie der Wirklichkeit stand? Wie breit müssen Wege, Parkplätze und Fahrradstellplätze sein? Bleibt Platz für (Feuerwehr-)Zufahrten und Eingänge? Wo sind Kanaltrassen und Stromkästen im Weg? Wie verlaufen Grundstücksgrenzen? – Jetzt heißt es „Abspecken“ und Modifizieren.

Abstimmungsphase:

Bauphase:

Rund ums Stadthaus 1

Ein gutes Beispiel für eine Planung aus einem Guss, wenn auch in Etappen, sind die Flächen rund ums Stadthaus 1:
Nach dem Neubau des Kaufhauses Horten (heute Kaufhof), wird zunächst die Klemensstraße Anfang der 1980-Jahre zu einer gemischten Fußgängerzone umgebaut. Hier teilen sich Busse, Taxen, Radfahrer und Fußgänger die Fahrbahn. Die Heinrich-Brüning-Straße wird nach dem Neubau Karstadts Mitte der 1980er Jahre zu einer Fußgängerzone. In einer dritten Phase wird danach der Syndikatplatz neu gestaltet.

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