Münster ist eine schöne Stadt mit einem weithin bekannten historischen Stadtbild. Ist das nicht erstaunlich, nachdem die Stadt vor 60 Jahren zu über 90 Prozent zerstört war? Nachdem fast alle Gebäude erst nach dem Krieg erbaut wurden?
Die Antwort liegt im Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Sie haben ihre Stadt nach historischem Vorbild wiederaufgebaut. Nicht die ganze Stadt – Münster sollte schließlich kein Museum werden – aber die wichtigsten Stadträume und die wertvollsten historischen Bauten. In dieses Stadtgefüge ist die moderne Architektur geradezu selbstverständlich eingebunden.
Heute ist Münster mit seinem Nebeneinander aus wiedererstandenen, historischen und modernen Bauten ein Vorbild für andere Städte. Münster ist ein Anziehungspunkt für Besucher und eine lebens- und liebenswürdige Stadt für seine Einwohner.
Der Prinzipalmarkt steht für den Wiederaufbau des historischen Stadtbildes und doch gleicht kein Gebäude seinem zerstörten Vorgänger.
Ein so wertvolles Stadtbild muss gepflegt werden. Es soll erhalten bleiben und muss sich dennoch weiterentwickeln können. Das geschieht nicht von selbst. In einer dynamischen Stadt wie Münster nehmen unterschiedliche Kräfte Einfluss auf die Stadtgestalt. Denkmalpflege und Stadtgestaltung befinden sich dabei in der Rolle des Schiedsrichters. Sie öffnen Spielräume und achten gleichzeitig auf die Einhaltung der
Spielregeln. Diese Ausstellung berichtet über den Spielverlauf: „Das schöne Münster“ – Denkmal Heute – Denkmal Morgen.
Die wiedererstandenen historischen Bauten, eine weitgehend intakte Dachlandschaft, moderne Neubauten und viel Grün vermitteln ein harmonisches Stadtbild
Eine besonders elegante Quelle des Wissens: Die neue Diözesanbibliothek fügt sich nahtlos in die historische Umgebung ein.
Eine jahrzehntelang erfolgreiche Zeitungsbeilage der Westfälischen Nachrichten führte im Titel das Leitmotiv, dass die Bürgerschaft bis heute bewegt.

