Erstmals widmet sich der Tag des offenen Denkmals einer Epoche: dem 19. Jahrhundert. Das Motto "Romantik, Realismus, Revolution" lässt erahnen, dass es damals nicht gerade beschaulich zuging. Ob Politik, Religion, Gesellschaft oder Technik – Neuerungen und Umbrüche bestimmten das Geschehen. Davon erzählen in Münster noch heute viele Denkmäler.
Und weil sich so manches nicht auf den ersten Blick erschließt, haben sich wieder viele Aktive aus der Denkmalszene den 11. September freigehalten, um Ihnen die Facetten dieser abwechslungsreichen Zeit näherzubringen.
Meisterwerke des 19. Jahrhunderts sind zum Beispiel die Nazarener-Ausmalung in der Aegidiikirche, die Orgel der Mauritzkirche mit kunstvollem Gehäuse oder der Jüdische Friedhof. Neu ist das Denkmalforum Dominikanerkirche mit einer Ausstellung, Informationen und Vorträgen, nicht nur zur Kirche selbst.
Und auch in den Stadtteilen gibt es Spannendes zu entdecken. Was erzählt Haus Heidhorn in Amelsbüren über den wohltätigen Stifter Josef Hötte? Wie plante man das "neue" Dorf Angelmodde, das es nach einem Brand wiederaufzubauen galt? Was verrät der Kurgarten in Wolbeck über die Gartenkunst im 19. Jahrhundert? Und natürlich darf beim Stichwort "Romantik" Münsters Annette nicht fehlen. Ob Radtour, Führung oder Konzert – alles ist kostenlos und ohne Anmeldung (bei einer Ausnahme).
Nun sind Sie am Zug: Stellen Sie sich "Ihr" Sonntagsprogramm zusammen.