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Dieter Radtke |
E-Mail d-radtke@muenster.de |
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Dieter Radtke studierte VWL an der Uni Muenster. Er schreibt seit 1987 Lyrik. Seitdem sind seine Gedichte in Zeitschriften und Anthologien erschienen. Er ist Mitglied der Münsteraner Autorengruppe und des Autorenverbandes e.V. in Waldesruh. Er hat an zahlreichen Lesungen teilgenommen und 1999 den 3. Preis der Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichtes gewonnen. Im April 2002 erhielt er den "MS-Lyrik Förderpreis 2002" für seine "wunderbaren Gedichte"(MS-Lyrik Pressestelle). Der Text "Kinolegenden" ist zu lesen unter: http://www.ad-rem.de/zeitungsinhalt/1999/1999-14/149917.html Dieter Radtke Gedicht für Amélie Ein orangefarbener Tag Die Blumen tranken Wasser Von den Wänden Der Schnapsleiche ging es gut Sie war an einem 13. geboren Jeder hat das Recht Auf ein gescheitertes Leben Sagte sie und: Ohne Dich wären die Gefühle Von heute nur die leere Hülle Der Gefühle von damals - Aber die Stimme verklang - Wie das Organ eines verrückten Dichters Der ein Gedicht zuviel schrieb Über das Orange des Sturmwindes In der Steppe, der niemals Halt macht Und er hortet sein letztes Buch Wie einen Schatz Und bemerkt nicht Wie sein Herz bricht Wie in einem weißen Rauschen Und die Hülle ertrinkt Im Schnaps an einem Tag, der orangefarben Überfließt Dieter Radtke Lied eines Engels Ich war ein blinder Engel Mit zerbrochenen Flügeln Und fiel in die Leere Zwischen Stern und Stern Dann aber erkannte ich Ich bin ein Wunder Ein König des Tiefen Dunklen Schönen Und meine erloschenen Augen Strahlten wieder Meine zerbrochenen Flügel Wurden heil Tiefsinnig geworden Bekränzten mich Strahlen aus Licht Nur die Sterne warfen Schatten In die unendliche Leere Dieter Radtke Belgrad Blues Dies ist ein gerechter Krieg Bei dem wir Über Leichen gehen Tanz mit mir Den Belgrad Blues Wir zerstören Brücken und Fabriken Und Botschaften fremder Länder Um einen Bösewicht Zu bestrafen Der menschliche Schutzschilde aufstellt Und seine Propaganda liebt In der wir die Bösen sind Tanz mit mir Den Belgrad Blues Notfalls mit einem Holzbein Oder im Rollstuhl Aber auf jeden Fall Mit Tempo und Leidenschaft Für den Frieden Der irgendwann kommt Bis dahin Kennen wir keine Atempause Für einen verängstigten Feind Der morgen unser Bruder ist Dieter Radtke © Dieter Radtke aus »AUSGEWÄHLTE WERKE II« |
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