Im
Sudan wird seit 1983 Bürgerkrieg geführt. Grob skizziert bestehen die
Konfliktlinien zwischen muslimischen Arabern, die die Regierung stellen,
im Norden des Sudan und christlichen Schwarzafrikanern im Süden. Die
wichtigste Militärorganisation im Süden ist die "Sudan People's Liberation
Army" (SPLA). Beide Konfliktparteien in diesem äußerst brutal geführten
Bürgerkrieg werden von auswärtigen Kräften und Ländern unterstützt.
Der muslimische Norden wird durch verschiedene islamische Länder und
Organisationen finanziell gefördert, der christliche Süden durch mehrere
schwarzafrikanische Länder. Die westlichen Industriestaaten scheinen
zwar ein Interesse an den prospektierten Erdölvorkommen des Landes zu
haben, aber bisher lassen sich keine wesentlichen Einwirkungen auf die
Konfliktparteien feststellen.
Deutlich verstärkt wird die Notlage im Land durch die Anwesenheit
mehrerer hunderttausend Flüchtlinge und durch die Flüchtlingsbewegung
von Sudanesen in die Nachbarländer. Beobachter weisen immer wieder darauf
hin, daß die Menschenrechte in diesem Konflikt von beiden Konfliktseiten
völlig mißachtet werden.
Aktuell bemüht sich die Regierung der Bundesrepublik Deutschland,
durch Transportflüge der Bundeswehr Lebensmittel in den katastrophal
unterversorgten Süden des Landes zu
bringen.
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