-> große KarteIn Somalia wird mit wechselnder Intensität seit 1991 Bürgerkrieg geführt. Nach dem Sturz des damaligen Diktators Barre zerbrach die staatliche Ordnung des Landes und die Milizen verschiedener Stämme bzw. Clans übernahmen in ihren jeweiligen Regionen die Macht. Die ebenfalls 1991 einsetzende große Hungersnot führte zu einer Militäraktion der UN - darunter erstmals unter Beteiligung von Einheiten der Bundeswehr - mit dem Ziel, über eine Beendigung des Bürgerkrieges und eine Wiederherstellung staatlicher Strukturen die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung zu stabilisieren.
   Letztlich stellte sich der Versuch, das Land mit auswärtigen militärischen Mitteln zu befrieden, als Fehlschlag heraus. Die letzten UN-Truppen verließen Somalia im Herbst 1995, ohne eine substantielle Veränderung der anarchischen Verhältnisse herbeigeführt zu haben. Die aktuellen Probleme des Landes bestehen in den immer wieder aufflackernden militärischen Konflikten zwischen den verschiedenen Milizen, der zerstörten Infrastruktur und der großen Zahl von Flüchtlingen (über 1 Million).