Die
heutige Konfliktlage des Iraks wurde ausgelöst durch die völkerrechtswidrige
Besetzung Kuwaits im Sommer 1990 und die miltitärischen Gegenaktionen
der UN unter Führung der USA, die mit einem großen Militäraufgebot die
irakischen Truppen im Frühjahr 1991 schlugen. Allerdings wurde die Diktatur
des irakischen Staatsoberhauptes Saddam Hussein nicht beenden. Im Verlaufe
dieser Auseinandersetzung starben bei äußerst geringen Verlusten der
UN-Truppen ca. 100.000 irakische Soldaten und ca. weitere 100.000 irakische
Zivilisten. Seitdem ist über den Irak ein Wirtschaftsembargo verhängt.
Kritiker dieses Embargos aus den westlichen Industrienationen merken
hierzu an, daß von dem Embargo nicht die herrschende Elite um Saddam
Hussein getroffen wird, sondern die Zivilbevölkerung: Schätzungen nennen
etwa 1 Million Kinder im Irak, die an Unterernährung und an den Folgen
von Vitaminmangel leiden. Die Sterblichkeitsrate ist dementsprechend
sehr hoch.
Es wird vermutet, daß der Irak weiterhin über Bestände
an chemischen und biologischen Waffen verfügt. Kontrolleuren der UN
wird immer wieder der Zugang zu Orten ihrer Wahl verwehrt. Der Konflikt
mit dem Irak kann sich daher jederzeit verschärfen.
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