Gesandte der
Generalstaaten

Barthold van Gent,
Herr van Loenen und Meynerswijck,
für Gelderland


(gest. 22. September 1650) 1593 als Student in Leiden immatrikuliert, ab 1614 Mitglied der Ritterschaft von Nijmegen.
Ab 1625 bekleidet er hohe Ämter in Gelderland.
Ende 1643 wird er von der Provinz Gelderland als Gesandter bestimmt.
Als Vertreter der vornehmsten Provinz wird ihm der Vorsitz der Gesandtschaft übertra-gen. Die Quartiere der Niederländischen Gesandtschaft sind bereits ab Juli 1644 angemietet, die Gesandten treffen jedoch nach langen Vorverhandlungen erst am 11. Januar 1646 in Münster ein. Als gemeinsame Residenz der zeitweise bis zu hundert niederländischen Gesandten dient das Krameramtshaus.
Nach kurzen Aufenthalten im Januar 1647 in Osnabrück residiert er ab Mai 1647 eine Zeitlang als einziger Niederländer in Münster.
Das Bild des Malers ter Borch gibt den Moment wieder, in dem Gent den Friedenseid spricht.