Gesandte der
Generalstaaten

Godart van Reede,
Herr van Nederhorst,
für Utrecht


(30. September 1588 - 25. Juni 1648) Van Reede verzichtet 1618 auf eine Anwartschaft als Domherr zu Utrecht, um in die Utrechter Ritterschaft aufgenommen zu werden. Er erwirbt sich als Deputierter bei den Generalstaaten Verdienste um die Anlegung von Kanälen und Schiffahrtswegen in der Provinz Utrecht und wird 1644 zum Statthalter der Utrechter Lehen ernannt.
Er kommt als Gesandter für die Provinz Utrecht nach Münster und ist ein Vertreter der oranischen Kriegspartei.
Bis zum Schluß stellt er sich gegen den Friedensvertrag und fehlt auch bei der Unterzeichnung am 30. Januar 1648.
Es wird ein Platz für seine Unterschrift freigehalten.
Erst als die Generalstaaten die Ratifikation beschließen, kehrt der schwerkranke van Reede nach Münster zurück, um am 30. April auf dem Krankenbett seine Unterschrift unter das Friedenswerk zu setzen.
Er ist so krank, daß er nicht mehr an der Ratifikation des Vertrages teilnehmen kann und stirbt einen Monat später.