Königlich-schwedische
Gesandte

Johan Axelsson Oxenstierna, Graf von Södermöre


(24. Juni 1611 - 5. Dezember 1657) Sohn des Reichskanzlers Axel Oxenstierna (1583 - 1654). Studiert ab 1621 an der Universität Uppsala, ab 1631 in Leiden, Holland, 1633 Magistergrad in Oxford.
Ab 1633 ist er in diplomatischen Missionen für seinen Vater unterwegs.
1635 ist er einer der fünf Komissare, die den Waffenstillstand mit Polen festlegen.
1637 wird er zum Kammerrat, 1639 zum Reichs- und Kanzleirat ernannt. Oxenstierna vertritt ab dem 27. März 1643 in Osnabrück die Interessen seines Vaters - große Zugewinne für Schweden - gegen den Wunsch der jungen Königin nach einem baldigen Friedensschluß.
Dabei darf Oxenstierna keine eigenen Entscheidungen treffen - zwischen 1642 und 1649 bekommt er 248 schriftliche Instruktionen vom Vater. Als Oberhaupt der schwedischen Gesandtschaft hat er ein Gefolge von 144 Personen und legt großen Wert auf Repräsentation.
Er gilt als aufgeblasen, entscheidungsschwach und ausgesprochen trinkfreudig.
In seinem Haus wird am 6. August 1648 der Osnabrücker Teilfriede verlesen und beschworen und er unterschreibt zusammen mit Johan Adler Salvius in Münster den Osnabrücker Friedensvertrag.