Königlich-franz.
Gesandte

Henri II. de Bourbon-Orléans, Duc de Longueville et d' Estouteville


(7. oder 27. April 1595 - 11. Mai 1663) Ab 1616 regiert er die Picardie, ab 1619 die Normandie.
Er ist Gegner Richelieus und 1626 in einen Attentatsversuch verwickelt.
1636 kämpft er gegen die spanischen Niederlande und wird 1639 zum Oberbefehlshaber der französischen Armeen am Rhein.
Mit dem Regierungsantritt Ludwigs XIV. wird er in den Regentschaftsrat berufen.
Er kommt am 30. Juni 1645 nach Münster, um als Leiter der französischen Mission die Streitigkeiten zwischen Claude de Mesmes und Abel Servien zu glätten. Er wohnt beim Kanoniker Neuhof, am Domplatz 34. Sein französisches Gefolge ist das bei weitem größte aller Gesandtschaften, es zählt über 160 Personen.
Er verläßt Münster am 3. Februar 1648, ohne sein Ziel eines Ausgleichs mit Spanien zu erreichen.