Kaiserliche Gesandte

Maximilian, Graf von Trauttmansdorff


(23. Mai1584 - 8. Juni 1650) Maximilian Graf von Trauttmansdorff ist der jüngste von vier Söhnen von Johann Friedrich von Trauttmansdorff. Konvertiert als Jugendlicher zum Katholizismus. Soldat des kaiserlichen Heeres im Türkenkrieg. Rittmei-ster der spanischen Krone in den Niederlanden.
Unter Kaiser Rudolph II. Berufung in den Reichshofrat, ab 1612 Oberhofmeister. Er schließt für den Kaiser verschiedene wichtige Bündnisse und wird 1623 zum Reichsgrafen ernannt. 1627 Gesandter in Dresden. 1634 rät er als Hauptberater Ferdinands II. zum Prager Frieden.
Versehen mit schriftlichen Geheiminstruktionen und weitreichenden Sondervollmachten kommt Maximilian am 25. November als Prinzipalkommissar des Kaisers nach Münster. Er wohnt im Haus der Familie Kerckering zur Borg, Königsstraße 10/12.
Als Verhandlungsführer ist er sehr erfolgreich, bis die Kriegssituation sich für den Kaiser verschlechtert und die Aussicht auf einen Erfolg der Friedensverhandlungen zu schwinden scheint. Er gibt auf und kehrt im Juni 1647 nach Wien zurück. Sein Nachfolger wird Isaac Volmar.