Der 30jährige Krieg in Kürze

Plünderung und Verbrennung eines Dorfes


aus: Callot, Plünderung und Verbrennung eines Dorfes
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Ständische und konfessionelle Differenzen des protestantischen Adels und des katholischen Habsburger Kaisers Ferdinand II. führten in Böhmen 1618 zur Revolte. Der Prager Fenstersturz und die Wahl eines böhmischen Königs bildeten den Auftakt des Dreißigjährigen Krieges.

In der ersten Phase des Krieges schien der Kaiser Herr der Lage zu sein und behielt mit Unterstützung der katholischen Fürsten die Oberhand, als der protestantische dänische König in den Krieg eintrat. Auch die Dänen wurden geschlagen und mußten nach der Besetzung Holsteins den Frieden von Lübeck abschließen.

Das Blatt wendete sich, als der Schwedenkönig Gustav II. Adolf
1630 in Pommern landete. Die Schweden fühlten sich durch die Unterdrückung der Protestanten im Reich und durch Pläne zu einer Habsburger Ostseeflotte bedroht. Der Schwedenkönig konnte über das Gebiet der mittelrheinischen geistlichen Fürstentümer bis nach München vorstoßen. In der Schlacht bei Lützen verlor Gustav Adolf am 16. November 1632 das Leben.

Der Prager Friede von
1635 beendete diese Phase des Krieges. Aber der Kampf der europäischen Mächte hatte seine konfessionelle Komponente inzwischen eingebüßt: Das katholische Frankreich verbündete sich mit dem protestantischen Schweden gegen den katholischen Kaiser.

Als klar wurde, daß der Kaiser den Krieg nicht mehr würde gewinnen können, einigten sich die Parteien auf die Aufnahme von Verhandlungen in Münster und Osnabrück, die dann
1643 schließlich begannen. Außerhalb der Friedensstädte tobte der Krieg weiter. Nach fast fünfjährigen Verhandlungen konnte im Januar 1648 zunächst der Spanisch-Niederländische Friede, der die nördlichen Niederlande in die staatliche Unabhängigkeit entließ, in Münster geschlossen und im Mai ratifiziert werden. Im Oktober 1648 wurde dann mit der Unterzeichnung des Westfälischen Friedens das Ende des 30jährigen Krieges besiegelt.

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