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14. Mai 1998

Historische Kutschfahrt erinnert an "Vrede van Munster"

Kutschen erreichten nach zwei Tagen die Stadt des "Vrede van Munster"/ Friedensschluß mit Spanien besiegelte am 15. Mai 1648 die Unabhängigkeit der Niederlande

Münster ist für die Niederlande nicht nur die Stadt des Westfälischen Friedens, Münster ist auch Geburtsort der Niederlande als selbständiger Staat. Vor 350 Jahren wurde durch den Frieden zu Münster der spanisch-niederländische Krieg beendet. 80 Jahre lang hatten die niederländischen Generalstaaten um ihre Freiheit gekämpft und zwei Jahre lang verhandelt, bis die Friedensverträge am 30. Januar 1648 endlich unter Dach und Fach waren.

Als die Gesandten zur Ratifizierung der Verträge am 15. Mai - standesgemäß per Kutsche - wieder in Münster eintrafen, war das ein großes Ereignis. Diese Kutschfahrt wird, in all ihrer Behäbigkeit, ihrem Prunk und ihrer Bedeutungsschwere, vom 12. bis zum 15. Mai 1998 wiederholt. Am 14. Mai erreichten die Kutschen - vom Twickelschen Kastell in Delden bei Hengelo über Gronau und Steinfurt kommend gegen 15.30 Uhr das münstersche Rathaus. Dort empfing sie Oberbürgermeisterin Marion Tüns. Eine Fahrt von der Feier im Schloß zum Rathaus mit Willem Alexander Prinz der Niederlande und ein Empfang im Friedenssaal werden am dritten Tag den Zug der Kutschen abschließen.

Die Kutschen sind historische Gefährte, von holländischen Liebhabern restauriert. Fahrer und Fahrgäste tragen die Kleidung des 17. Jahrhunderts, ebenso die begleitenden Reitersleute. Der Kutschentreck folgt der historischen Route so eng wie möglich. Das Kastell Twickel bei Hengelo dient als Ersatz für das ehemalige Haus Hengelo, an dem damals die Reise begann. Diese Strecke wurde als Fuß- und Reitweg ausgebaut und soll für die Zukunft als markierter Wanderweg erhalten bleiben.

Entlang der Strecke wurden die Kutschen in allen Orten feierlich empfangen. Einen künstlerischen Aspekt gewinnt das Ereignis durch die Beteiligung von 50 niederländischen und deutschen Künstlern: Ihnen wurde aufgetragen, 350 wetterfeste Holzplatten zu gestalten, als Bild, als Skulptur oder einfach so, wie das holländische Wort im Deutschen verstanden wird - als "Schild". Diese "Schilder" werden als "Wanderausstellung", im wahrsten Sinne des Wortes, von Mai bis Oktober 1998 die Strecke von Hengelo nach Münster säumen.

 

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