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"Tränen", Stadtansichten und "Tanzende Bilder"

Im Juli Dreifach-Ausstellung in der Bürgerhalle

Tanzende Bilder Eine Ausstellung mit Werken von mehreren Künstlern ist im Juli in der Bürgerhalle des Rathauses zu sehen. Gemeinsam ist den Kunstwerken der Bezug zum Jubiläum "350 Jahre Westfälischer Friede". Verschieden sind die künstlerischen Techniken und Darstellungsformen, unterschiedlich ist auch die Art, wie der Themenbereich Haß, Gewalt, Krieg und Frieden angegangen wird.

An der Installation "Tränen" der westfälischen Künstlerin Doris Galla fallen zunächst sechs große Frauengestalten ins Auge. Aus Stahlrohr gefertigt sind die Körper, aus Blechplatten die anonymen Gesichter. Schwarz verhüllt stehen sie rechts und links einer Straße aus Salz, in der die Künstlerin die Tränen aller Frauen in den Jahren des 30jährigen Krieges geronnen sieht. Im Strom des Salzes symbolisiert ein großer Stuhl aus Glaskörpern, gefüllt mit Federn und einem Friedensstab, den Westfälischen Frieden. Das Salz der Tränen aber fließt weiter bis zu ausgetretenen alten Schuhen, mit denen Doris Galla auf die Gegenwart von Krieg und Zerstörung hinweist, darauf, daß Gewalt auch mit dem Westfälischen Frieden kein Ende gefunden hat.

Mit den Serigraphien "Stadtansichten zum Westfälischen Frieden" setzt Hans Kröger seine Reihe der Stadtansichten zu Münsteraner Jubiläen fort. Seine Grafik zum Westfälischen Frieden zeigt das Motiv der Friedenstaube über den beiden Seiten der Friedensmünze von 1648 vor dem Hintergrund der Schlußseite des Friedensvertrages. Für jedes seiner Motive schafft Hans Kröger 28 Original-Siebdrucke in verschiedenen Farbvarianten. Die 1200-Jahr-Feier der Stadt, der 300. Geburtstag des Barockbaumeisters Johann Conrad Schlaun und der 100. "Geburtstag" des Kiepenkerls sind nur einige der Gelegenheiten, die der Künstler bisher in seinen Grafiken festgehalten hat.

Tanzende Bilder Vier große Stoffbilder steuern 18 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 der Geschwister-Scholl-Realschule Senden zur Ausstellung bei. Von der Ausbeutung der Menschen in Asien, Afrika und Südamerika durch die Reichen der Industrienationen bis zum Krieg, stellen sie Haß und Gewalt dar. Die Bilder sind Fahnen aus bunten Baumwollstoffen, inspiriert von der Kunst und Kultur des Volkes der Fante aus Ghana und seiner Applikationstechnik der "tanzenden Bilder".

Die Ausstellung bleibt bis zum 31. Juli in der Bürgerhalle des Rathauses, geöffnet ist sie montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, samstags von 9 bis 16 Uhr und sonntags von 10 bis 13 Uhr.


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