Oliver Welp: Amateurfunk


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Hier findet sich alles, was mit den Amateurfunkaktivitäten von DL9QJ zu tun hat...

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QRV?!

Nun, wo bin ich "on the air" zu finden? Hauptaktivitäts-Bereich ist die Kurzwelle, und das meist in CW. SSB mache ich dort fast gar nicht, dafür bin ich manchmal in RTTY aktiv, und zwar mit dem PC, dem Programm HamComm 3.1 und dem entsprechenden Simple-Interface, was erstaunlich gut funktioniert (und zudem sehr preisgünstig ist!). Außerdem experimentiere ich mit Programmen herum, die z. B. für RTTY, SSTV oder andere Zwecke die Soundblaster-Karte des PCs verwenden und so quasi ohne Hardware auskommen (vgl. meine Soundblaster Software Collection).

U. a. deswegen, weil zur Zeit die Ausbreitungsbedingungen auf KW eher mäßig sind, habe ich verstärkt meine Aktivitäten auf die Amateurfunk-Satelliten gerichtet. Leider habe ich keine drehbaren Richtantennen für VHF und UHF, deswegen bin ich auf den "Easy Birds" RS-10 und RS-12 zu finden; über AO-10 (bzw. AO-13, als er noch existierte) mache ich gelegentlich Portabel-Betrieb aus dem Garten (oder auch bei den Fielddays unseres OV), wo ich die Antennen per Hand nachführen kann (s. Photos).

Wegen der fehlenden Richtantennen für VHF und UHF mache ich in diesem Bereich fast nur lokale QSOs in FM, so z. B. auf unseren OV-Frequenzen 145,375 MHz und 433,575 MHz; ferner bin ich in PR auf 70 cm zu finden (Einstieg über DBØEA, BBS: DL9QJ@DBØEA.#NRW.DEU.EU). PR nutze ich allerdings relativ wenig (z. B. für Mail mit Leuten, die keinen Internet-Zugang haben...), und daher nutze ich auch keinen TNC, sondern (früher) das Simple-Modem von Baycom (1200 Bd), nun die Flexnet-Software, welche (ohne weitere Hardware) die Nutzung der Soundkarte für PR ermöglicht, und das mit 1200 oder 9600 Bd.

Ein weiteres Interessengebiet ist der Bereich ARTOB (Amateur Radio Transponder on Balloon); vgl. dazu die ARTOB-Seiten des Ortsverbands Nienberge (ebenfalls von mir erstellt).


Meine Station


Meine "Amateurfunk-Karriere"

Meine "Vor-Amateurfunk-Karriere" startete ca. 1981, als ich den Kurzwellen-Bereich an meinem Radiorekorder entdeckte und feststellte, daß man dadurch Rundfunksender (auch deutschsprachige) aus der ganzen Welt empfangen kann, was mich sehr faszinierte. Ich begann, Hörberichte an die Sender zu schicken und bekam auch bald meine ersten QSL-Karten zurück. Außerdem wurde ich Mitglied in der Assoziation Deutschsprachiger DXer (ADDX) e. V. In deren Clubmagazin sowie in einigen Rundfunksendungen las bzw. hörte ich dann davon, daß Funkamateure die Möglichkeit haben, auf der Kurzwelle nicht nur zu hören, sondern auch zu senden. Diese Vorstellung fand ich sogar noch faszinierender, und so beschloß ich, mich näher damit zu beschäftigen. Ich bestellte mir ein Lehrbuch über den Amateurfunk (den "Cuno"), aber den dort beschriebenen technischen Dingen hatte ich vorher noch nichts gehört (im Physikunterricht wurden gerade Hebelgesetze besprochen, was mich recht wenig begeisterte und meinem Ziel - die Amateurfunklizenz - auch wenig näherbrachte). Dann bekam ich Kontakt zu einem Funkamateur in der Nähe, der einen Leserbrief in einer örtlichen Zeitung geschrieben hatte. Dieser war allerdings nicht sehr "funk-aktiv", aber er vermittelte mir den Kontakt zu dem Amateurfunkclub in meinem Wohnort, nämlich dem DARC Ortsverband Nienberge (N 46). Und - welch glücklicher Umstand - dieser plante gerade einen Lizenz-Kurs. Das war im Sommer 1984.

An diesem Lizenzkurs nahm ich natürlich teil. Von den anfänglich etwa 20 Teilnehmern sprangen jedoch immer mehr ab, und auch ich mußte den Kurs dann unterbrechen, als ich Anfang 1985 für drei Monate an einem Schüleraustausch nach Lancaster, CA (USA) teilnahm. Danach nahm ich das Lernen wieder auf, doch es dauerte noch bis zum 05.06.1986, bis ich schließlich meine Lizenz-Prüfung für die Klasse C erfolgreich ablegte und das Rufzeichen DG2YEI erhielt.

Unter diesem Rufzeichen wurde ich dann einige Tage später in FM auf 2 m aktiv, wo ich dann den OV-Kanal und die Relais in der Nähe nutzte. Von Armin, DF1QE, kaufte ich dazu ein umgebautes Betriebsfunkgerät, ein Telefunken Telecar TS, welches ich bis heute für die OV-Frequnz nutze. In dieser Zeit machte ich viele QSOs und verschickte bereits eine Menge QSL-Karten, außerdem hatte ich auch viele nette Kontakte. Insbesondere erinnere ich mich an die (OM-) YL-Runde auf dem Osnabrücker Relais DBØZO, die zu der damaligen Zeit entstand und bis heute besteht.

Doch ich wollte ja auf der Kurzwelle aktiv werden, und dazu mußte dann die Lizenzklasse B oder wenigstens A her. Bei meiner Prüfung für die Klasse C hatte ich den Technik-Teil erfolgreich absolviert, die Punkte reichten sogar für den Erwerb der Klasse B. Also stand jetzt nur noch das Morsen im Wege... Das war dann das Projekt für die nächsten Sommerferien, während derer ich mit Hilfe eines Cassettenkurses das Morsen bis zu einer Geschwindigkeit von etwa 45 - 50 BpM lernte. Als das Schuljahr wieder anfing, hatte ich jedoch wieder weniger Zeit für das Weiterlernen, denn schließlich rückte auch das Abitur näher. Da ich direkt danach meinen Wehrdienst ableisten wollte, befürchtete ich, daß ich auch nach dem Abitur wenig Zeit zum Weiterlernen haben würde, und ich beschloß, mich zunächst einmal für die Prüfung zur Klasse A anzumelden. Da ich zwischenzeitlich fast Tempo 60 erreicht hatte, war das etwas ungewohnt, doch die DARC-Cassette mit Prüfungstexten half, sich entsprechend vorzubereiten (der eine Mitprüfling, der mit mir zusammen die Prüfung ablegen wollte, war von den Kenntnissen her in einer ähnlichen Lage wie ich - doch er hatte sich nicht extra auf das langsame Tempo vorbereitet und hörte nur Ts und Es...). So erhielt ich am 16.03.1987 die Lizenz der Klasse A und das Rufzeichen DH2YAQ.

So konnte ich immerhin schon begrenzt auf der Kurzwelle aktiv werden, wozu mir aber noch ein entsprechendes Gerät fehlte. Dieses kaufte ich ein paar Monate später gebraucht von einem OM in Gelsenkirchen, ein Yaesu FT-77. Da ich zuhause noch keine entsprechende Antenne installiert hatte, nutzte ich zunächst die Räume bzw. Antennen im Klubheim des DARC OV Nienberge (N 46), um endlich einmal weltweite QSOs zu führen, anfangs in SSB auf 10 m. Da ich aber die Lizenz gerne noch auf die Klasse B aufstocken wollte, zwang ich mich, auch mal in CW Betrieb zu machen. Und siehe da - nach einigen frustrierenden QSOs (eigentlich hatte ich nur das Rufzeichen der anderen Stationen aufgenommen), verstand ich mehr und mehr von dem, was die QSO-Partner sendeten, und ganz allmählich begann mir diese Betriebsart Spaß zu machen. Später (Anfang April 1988) installierte ich dann an meinem QTH eine GPA-30 von Fritzel (Vertical für 10, 15 und 20 m), und endlich konnte ich auch von zuhause aus interessante weltweite QSOs führen, was ich auch intensiv tat.

Ab Mitte 1987 war ich beim "olivgrünen" QRL, und da ich fernab der Heimat (in der Eifel) stationiert war und dort -zumindest in der Freizeit- funklos war, überlegte ich, wie ich diese Freizeit vielleicht sinnvoll nutzen konnte. Also erinnerte ich mich an meinen alten Cassetten-Morsekurs und hörte mir mit Hilfe meines Walkmans fast täglich Lektionen an; und am Wochenende zuhause wurde dann unter echten Bedingungen auf dem Band Geschwindigkeit trainiert - eine ideale Kombination, wie ich fand, und die ich nur jedem empfehlen kann, der (wie eigentlich fast jeder) bei Tempo 45 - 50 eine Blockade erlebt. Sehr bald hatte ich Tempo 60 BpM sicher im Griff, und ich konnte mich bald für die letzte Stufe anmelden. Diese Prüfung legte ich am 06.05.1988 bei der OPD Koblenz ab (wegen meines QRLs) - dafür gab's sogar Sonderurlaub. Da es jedoch nicht meine "Heimat-OPD" war, mußte ich auf die Zuteilung eines Rufzeichens noch etwas warten - doch schließlich bekam ich die Lizenzurkunde: seit dem 31.05.1988 ist mein Call nun DL9QJ (man hatte bei der OPD Münster sogar meinen zwischen Tür und Angel geäußerten Wunsch nach einem Call mit zwei Buchstaben im Suffix berücksichtigt!).

Danach nutzte ich natürlich auch die Bänder, die mir bislang nicht zugänglich waren, soweit es die Antenne erlaubte. Fast 99 % der QSOs waren (und sind immer noch) in CW, was wahrscheinlich ohne die Zwischenstation über die Klasse A nicht der Fall gewesen wäre...

Nun, die Prüfung zur Klasse B war nicht meine letzte Amateurfunk-Prüfung:

Während eines knapp dreimonatigen Aufenhaltes (Praktikum) 1992 in Philadelphia, PA (USA), nahm ich dort ebenfalls an einer Lizenz-Prüfung für eine amerikanische Lizenz teil, die ich auch bestand. Nun habe ich zusätzlich auch noch das Rufzeichen N3NSF und bin Inhaber der amerikanischen Lizenzklasse Technician plus (hat etwa die gleichen Privilegien wie die deutsche Klasse A). Also habe ich inzwischen vier Amateurfunk-Prüfungen absolviert und doch alle bestanden... ;-)


Diplome

Obwohl ich nicht gerade das bin, was man einen Diplom-Jäger nennt, so sind doch ein paar Diplome bislang zusammengekommen:


Noch mehr Amateurfunkseiten:
Soundblaster Software Collection
Homepage des DARC OV Nienberge (N 46) (ebenfalls von mir)
Umfangreiche Sammlung von Links zu anderen Amateurfunk-Seiten


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Letzte Bearbeitung: 29-October-1998
Verantwortlich: © Oliver Welp, DL9QJ - dl9qj@amsat.org